Informatik Berufe: Ausbildung oder Studium?

12 Dez
12. Dezember 2015

Die Informatik ist inzwischen ein weites Feld auf dem es ein breites Spektrum von Berufsbildern gibt. Informatiker sein heißt nicht unbedingt ein Programmierer sein zu müssen, sondern es gibt Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, aber auch gepaart mit Biotechnologie und diversen anderen Bereichen, interessante Abschnitte der Informatik. Genauso gibt es heute nicht mehr nur den Informatik Studiengang, der vom Mathematik Studiengang abgeleitet ist, sondern unglaublich viele verschiedene Studiengänge und Ausbildungen in den verschiedenen Zweigen.

Ich persönlich bin seit rund zweieinhalb Jahren neben der Schule selbstständig im Bereich der Webentwicklung und Server Administration tätig. Dennoch entschloss ich mich im Herbst ein Studium der Wirtschaftsinformatik aufzunehmen, in dem ich sowohl einige theoretische informatische Grundlagen „nachlerne“, die ich im Learing-by-Doing Prozess übersprungen habe, aber auch weitere Aspekte der Betriebswirtschaft kennenlerne.

Während der Auswahl des passenden Studiengangs oder einer möglichen Ausbildung in diesem Bereich, sollte man seinen Horizont möglichst weit halten und aus den vielen Angeboten wählen welcher Schwerpunkt zu einem persönlich passt. Außerdem gilt es abzugrenzen welche Art des Erlangens von beruflichen Kenntnissen sinnvoller ist. Während ein Studium viel Wissen auf theoretischer Ebene und dieses in vielen Fällen breiter gefächert vermittelt, bietet eine Ausbildung den Vorteil, dass man direkten Praxisbezug in den Betrieben hat und meist schon während der Ausbildung Stück für Stück die realen Anwendungen im späteren Job kennenlernt und übt. Folglich sollte man sich bei der Auswahl nicht nur darüber Gedanken machen in welche Richtung man Grundsätzlich möchte, sondern auch welcher Lerntyp man persönlich ist. Obs eher praktisch oder doch theoretischer sein soll.

Falls man gedenkt die Richtung des Softwareentwicklers einzuschlagen, sei es über ein Informatik Studium oder eine Fachinformatiker Ausbildung, dann sollte das Finden eines Jobs nach aktueller Marktlage auf jeden Fall kein Problem darstellen. Allgemein herrscht seit Jahren in Deutschland ein IT-Fachkräftemangel, der in vielen Bereichen nicht kleiner wird. Wie Adzuna, ein Jobsuchmaschine, die Stellenangebote aus verschieden Jobbörsen zusammenträgt, in ihrer Infografik aus dem März 2015 aufzeigt, werden in Deutschland momentan insbesondere Java Entwickler gesucht. Jedoch hat man auch, wenn man der Meinung ist, dass Java lieber eine Insel hätte bleiben sollen, auch als PHP, C# und C/C++ Entwickler gute Chancen. Nicht zuletzt sollten Entwickler aus der Geschäftsprozesse Softwareentwicklung Umfeld insbesondere in Walldorf, der Standort des Unternehmens SAP, momentan äußerst gute Chancen haben, da Abap Entwickler in nicht gerade kleiner Zahl gesucht werden. Die komplette Infografik ist auch auf der Webseite des Jobportals zu finden, mit denen ich für die in diesem Artikel genannte Marktlage zusammengearbeitet habe.

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3 Antworten
  1. Florian Schmidt says:

    Ich stand im Sommer vor der gleichen Frage und habe mich dann letztendlich für ein Studium entschieden.
    Konkret am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, da es hier durchaus ebenfalls sehr praxisbezogen ist.

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  2. Manu says:

    Hab mich für Diplom Informatik entschieden und die Wahl nie bereut, auch wenn das Studium in vielen Bereichen doch sehr theoretisch war – aber dafür ist’s eben eine Universität – wo soll die Theorie hin, wenn nicht dort.
    Das eigentlich Positive ist doch, dass es inzwischen in dieser Branche wirklich für jeden den passenden Bildungsweg gibt. Viel Praxis/wenig Praxis, Ausbildung, BA, FH, Uni, Kombistudiengänge wie Wirtschafts-, Bio- oder Medieninformatik, da kann wirklich jeder seinen Platz finden.

    P.S.: In deinem Fall wundert es mich, dass du dich für Winf entschieden hast. Das ist an vielen Unis ein Studiengang der doch zum überwiegenden Teil aus BWL besteht. (Ich verfolge deinen Blog seit einer Weile und hätte eher vermutet es zieht dich noch mehr zur Technik.)

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    • Jan Karres says:

      Deine Frage ist anhand dieses Blogs durchaus berechtigt warum ich mich für Wirtschaftsinformatik entschieden habe. Ich habe seit ich 15 Jahre alt bin Jobs im Softwareentwicklung Umfeld und mache den Spaß samt Linux Serveradministration seit zweieinhalb Jahren selbständig neben Schule bzw. jetzt Studium. Dabei konnte ich schon so einige Einblicke in der Materie gewinnen – vereinzelt auch bei größeren Unternehmen.

      Ich für mich habe dadurch persönlich gemerkt, dass ich schon programmiere kann, aber jeden Tag Entwicklung wäre nichts für mich. Ganz davon abgesehen, dass wenn es mathematisch richtig Anspruchsvoll wird irgendwann ein Level erreicht ist an dem mir definitiv die Freude an der Sache vergeht. Was ich in vielerlei Projekte jeder immer wieder gerne mache ist zu organisieren und verschiedene fachliche Kompetenzen zusammenbringen wie auch zwischen diesen vermitteln. Ich würde mal behaupten, dass mein technisches und wirtschaftliches Verständnis abseits dessen worüber ich in diesen Blog schreibe, relativ breit gefächert ist. Daher die Entscheidung in Richtung Projektmanagement zu gehen und somit zwei Welten zusammenzubringen. Technisch kann ich mir das meiste nötige selbst beibringen, weshalb mir der BWL Anteil als sinnvoll erscheint.

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