Archiv Monat: September, 2018

Kuschelpartys: Nähe und Geborgenheit einfach erleben

30 Sep
30. September 2018

Nähe und Geborgenheit ist etwas, das jeder Mensch braucht um sich wohl zu fühlen. Der eine ist als Knuddelbär in seinem Freundeskreis bekannt, während der anderen die reine Anwesenheit von Menschen, die er schätzt, bereits als große Nähe empfindet und sich geborgen fühlt, da er darum weiß, dass ein Mensch für ihn da sein möchte. Insbesondere als Kinder erleben wir Nähe und Geborgenheit durch Kuscheln. Man liegt mit den Eltern, aber auch mit Freunden, zusammen und kuschelt ganz zwanglos ohne jeden Hintergedanken, da es ich geborgen anfühlt. Einfach Kuscheln. Das ist etwas, dass es in der Welt der Erwachsenen nur mehr selten gibt, denn mit körperlicher Nähe verbunden ist häufig der Gedanke an Sexualität und Partnerschaft – was könnte mehr als nur kuscheln passieren? Es entsteht ein gewisser Druck, dem wir ausgesetzt sind, in dem diese Geborgenheit, wie sie Kinder erleben, nicht mehr erlebt wird. Differenzieren zwischen Liebe, Sexualität und Geborgenheit findet immer seltener statt.

Anfang des Jahres war für mich auf mehreren Ebenen keine leichte Zeit und die Sehnsucht sich einfach mal wieder geborgen in den Armen eines Menschen zu fühlen war groß. Eine Partnerin, mit der man dies hätte erleben können jedoch nicht in Sicht. Als ich dieses Gefühl schon einmal hatte, suchte ich im Internet, ob es nicht Menschen gäbe, denen es ähnlich geht und stieß dabei auf Kuschelpartys und Kuschel-Abende. Ich ging jedoch nie hin, was sich Anfang dieses Jahres ändern sollte und eine der besten Entscheidungen war, die ich dieses Jahr getroffen habe.

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Partnersuche mit Behinderung: Willkommen in der Welt der Ablehnung

23 Sep
23. September 2018

Eine Behinderung ist ein Teil meines Lebens, wie ich nicht nur gelegentlich in diesem Blog, sondern insbesondere im SoBehindert YouTube Kanal thematisiert habe. Allgemein vertrete ich bei dem Thema Inklusion sehr lockere Ansichten, dass man vieles nicht so streng sehen sollte und praktische Lösungen manchmal keinem politischen Idealbild folgen sollten. Bezogen auf meine persönliche Behinderung – Hemiparese, ich humple mit meinem rechten Bein durchs Leben und der rechte Arm hat ein gewisses Eigenleben – spielt diese nur eine untergeordnete Rolle für mich. Ich wandere, ich helfe bei Umzügen, ich koche, wasche, putze und tippe am Rechner so schnell mit einer Hand, wie es viele mit zwei Händen können. Freunde sagen gelegentlich sogar, dass man mit mir eigentlich keine Einschränkung hätte, sondern ich viel mehr der Anstoß wäre mehr zu machen. Mein Leben ist natürlich an einigen Stellen angepasst, aber so, dass das tendenziell positive Auswirkungen hat, wie, dass ich regelmäßig Sport treibe. Der einzige Punkt, an dem ich mit meiner Behinderung an meine persönlichen Probleme stoße ist einer, den die meisten Menschen in ihrem Leben für sich lösen möchten und der für sich genommen für jeden von uns bereits nicht einfach ist: Partnersuche. Nicht nur für Bettspaß, sondern einen Menschen, den man liebt und der einen liebt. An dieser Stelle ist ein Wort vorherrschend: Nein!

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Steh wieder auf, wenn du in ein Loch fällst!

15 Sep
15. September 2018

Das Leben ist wie ein Roller Coaster. Jedes Leben ist anders gebaut. Beim einen gibt es einen Kickstart, das andere fährt erstmal unter null, bevor es bergauf geht. Diese Art der Bauweise geht während des ganzen Lebens immer weiter. Es gibt Hochphasen, in denen man das Gefühl hat, Berge versetzen zu können und dann kommt wieder ein Loch, in das es steil abwärts geht. Loopings und Twists nicht zu vergessen! Oder es gibt Löcher, die man sich selbst gräbt und tief in diese fällt – beinahe entgleist. Letzteres beschreibt vermutlich mein 2017 und 2018. Von der Euphorie, über die Hochphase, bis hin zu einem emotionalen (und körperlichen) Tiefpunkt, von dem ich mich viele Monate wieder erholen musste und muss, bis ich langsam wieder aufstehe und mich neuen Abenteuern widmen kann.

Wir schreiben den November 2016. Ich stehe Abends in der Küche. Das ist der Ort und die Zeit des Tages, beim Zubereiten des Abendessens, was meine Entspannung ist. Neben meinem Vollzeitstudium arbeite ich bis hin zu Vollzeit parallel als Freelancer. Viel Zeit für persönliche Themen bleibt nicht mehr und ich wusste, dass ich daran etwas ändern muss. Während des Kochens entdecke ich Podcasts als Medium, das mich mit dessen wunderbaren Geschichten begeistert. Ich höre spannenden Geschichten lieber zu, als sie zu lesen. Dabei entdecke ich jedoch auch zahlreiche Probleme des Mediums. Für Hörer, für Podcaster und insbesondere für Werbetreibende. Diese Entdeckung führt dazu, dass ich mit meinem Bruder den Markt erkunde und den Business Case durchrechne. Zu unserer Überraschung scheint es zu diesem Zeitpunkt kein „YouTube des Podcastings“ zu geben. Der Markt ist finanziell jedoch lukrativ, da er eine tendenziell gebildetere Zielgruppe als andere Medien anspricht. Daraus ergibt sich die Idee für Castrex, womit ich Vollzeit ab Februar 2017 beginne, wie ich in Lasst die Abenteuer beginnen! schrieb, und sich die bis dahin gut wachsenden Freelancer Zeit auf ein Minimum reduziert.

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Neustart des Blogs

12 Sep
12. September 2018

Meine Präsenz ist tot! Zumindest meine Online-Präsenz, die ich lange Jahre hinweg gepflegt habe, wozu auch dieser Blog gehört. Seit August 2016 hat sich die Präsenz in diesem Blog jedoch ziemlich wenig verändert. Im Jahr 2017 erschienen in diesem Blog insgesamt nur sechs Artikel. Bis heute im Jahr 2018 waren es zwei Artikel.

Rückblick

In meinem ersten Beitrag Warum bloggt es? schrieb ich 2011 darüber, dass ich zu bloggen begann, da ich Aman kennenlernte, der mich dazu motivierte zu bloggen, um neue Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen. Über die sozialen Netzwerke auf Basis des Inhaltes des Blogs lernte ich in der Zwischenzeit wirklich so einige Menschen kennen, die ich sonst nie kennengelernt hätte, und mit denen ich mittlerweile teils schon viele Jahre in Kontakt stehe oder die ich ein zwei mal im Jahr auch von Angesicht zu Angesicht sehe. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Blog von der Motivation darüber zu bloggen, was mich persönlich interessiert, zu einem Blog in dem ich über 150 Artikel zum Raspberry Pi veröffentlichte. Begonnen mit eigener Begeisterung für den Einplatinencomputer, geendet mit suchmaschinenoptimierten Artikeln, die Klicks erzielen sollten.

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