Archiv Kategorie: Allgemein

Rückblick: Mein persönliches Jahr 2016

07 Jan
7. Januar 2017

Der Rückblick auf mein persönliches Jahr 2015 wurde unheimlich umfangreich. Es war vermutlich auch das Jahr in meinem bisherigen Leben, in dem ich am meisten erleben durfte. Und das hauptsächlich dank meines YouTube Kanals und den Menschen, die ich auf diesem Weg kennengelernt habe.

Bereits gegen Ende des Jahres, ich habe mich nicht nur mit SoBehindert aus dem YouTube Kosmos zurückgezogen, sondern auch mit Lucas, Kev, Mo, Nico und Raphi sollte es weg von klassischem YouTube Content gehen, war mir klar, dass das Jahr 2016 ein anderes werden wird. Ein Jahr, in dem ich vermutlich nicht mehr so viele Erlebnisse machen werde. Und die Erlebnisse, die ich machen sollte, sollten andere werden.

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Rückblick: Mein persönliches Jahr 2015

05 Jan
5. Januar 2017

In den vergangenen Jahren habe ich jedes Jahr zum Umbruch der Jahreszahl versucht die letzten zwölf Monate etwas Revue passieren zu lassen, etwas in mich zu kehren und davon zu erzählen was ich persönlich erlebt habe. Das tat ich in der Form von Podcasts. Einfach drauf los reden, um teils mehrere Stunden später zu merken wie die Zeit verflogen ist.

Nicht so 2015. Es wäre nicht so als hätte ich nichts aus diesem Jahr zu erzählen gehabt – ganz im Gegenteil – aber wie es die Umstände mit sich brachten war im Laufe des Dezembers keine Muse dafür vorhanden und die Tage zwischen Weihnachten und Silvester verbrachte ich angeschlagen an einem warmen und kuschligen Ort, an dem man freie Tage eigentlich nicht verbringen möchte. Heute, als ich diesen Text schreibe, ist der 31.12.2016. Es ist früh am Morgen um kurz nach 07:00 Uhr. Ich befinde mich in einer Bahn und reise dieses Jahr einmal mehr von A nach B. Ohne Mikrofon, ohne Raum in dem ich ungestört reden könnte. Und ich habe es wieder nicht zu einem Podcast geschafft, der mir doch so viel Freude bereitet. Deswegen schreibe ich einfach über das was mir aus 2015 noch auf dem Herzen liegt, bevor ich mich dem Jahr 2016 in einem weiteren Artikel widme.

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10 Jahre im Netz: Ein Rückblick auf Projekte

30 Sep
30. September 2016

Vor relativ genau zehn Jahren muss es passiert sein. Ich saß damals im Alter von 11 Jahren in meinem Kinderzimmer. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hatte ich mich mal wieder erkältet, draußen war es herbstlich und meine Lieblingsbeschäftigung war es am Nintendo Gameboy zu daddeln. Das war eine Zeit in der Handhelden noch kein WiFi hatten. Vielmehr spielte jeder für sich, oder man konnte umständlich mit Kabeln zwei der Konsolen verbinden. Ich tat das nie. Manche Spiele verfolgten jedoch auch ein anderes Konzept, wie Pokémon Mystery Dungeon. In diesem Videospiel spielte man selbst ein Pokémon, das sich von Mission zu Mission vorarbeiten musste. Starb man, so konnte man die Mission neu beginnen oder einen Code erzeugen, den man einem Freund sagen konnte, mit dem er den gestorbenen Spieler auf seinem Gameboy retten und damit wiederum einen neuen Code erzeugen konnte. Umständlich, doch optimal für den Austausch über das Netz. Zum Austausch dieser Codes hat sich ein Portal etabliert, in welchem man Spieler auch per ICQ anschreiben konnte. ICQ, das war der Messenger mit der grünen Blume und dem „Ah Auh“ Sound, welchen heute keiner mehr nutzt. Ich war gestorben, auf dem Portal angemeldet und hatte ICQ. Logische Schlussfolgerung: Ich schreib mal einen, der online ist, an. Daniel, ein Junge meines Alters, den ich damals anschrieb, konnte mir auch nicht helfen, da er selbst gerade im Spiel gestorben war und auf Hilfe wartete. Doch er baute Websites. Websites selbst bauen, das klang für mich interessant!

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Lieben dürfen wie man liebt. Nicht selbstverständlich.

11 Aug
11. August 2016

Ich sah gerade einen Film. Einen Film, der mich einmal mehr zum Nachdenken darüber brachte wie wunderbar es doch ist, dass wir in der heutigen Zeit leben. Der Film The Imitation Game spielt in den 1940er-Jahren. Europa, nein, die Welt, stand in Flammen. Nazi-Deutschland war auf dem Vormarsch und ermordete Millionen von Menschen. Grauenvolle Taten, die teils dadurch ermöglicht wurden, dass die Deutschen Enigma, ein Verschlüsselungssystem für Funknachrichten, hatten, welches über Jahre als nicht knackbar galt und das selbst mit heutiger Technik nicht einfach zu entschlüsseln ist. Um den Krieg zu wenden, war es von nicht unbeachtlicher Wichtigkeit den Funk der Deutschen abhören zu können und somit taktische Manöver zu planen. Alan Turing war einer der Menschen, der an der Entschlüsselung arbeitete und letztlich erfolgreich war. Er schaffte es jedoch nicht nur für den Krieg relevante Teile von Enigma zu entschlüsseln, sondern hielt diesen Erfolg auch in militärischen Kreisen geheim, sodass die Gefahr einer offensiven Verteidigungsstrategie nicht ausgeschöpft wurde, was womöglich zur Folge gehabt hätte, dass Deutschland schnell auf andere Verschlüsselungen gewechselt und der Krieg somit einen anderen Verlauf genommen hätte. Turings Errungenschaft war auch die Turingmaschine, welche eine wichtige Grundlage für das was wir heute in unseren Hosentaschen mit uns tragen, Computer, darstellt.

Man möge meinen, es sei ein Mann der die Welt ein Stück verändert hat und damit ein Leben in Erfüllung hätte leben sollen. Sein Leben endete jedoch im Alter von 41 Jahren durch einen Selbstmord. Der Grund bestand darin, dass in den 1950er-Jahren Homosexualität in Großbritannien strafbar war. Wenn man überlegt, dass es in unserer heutigen Gesellschaft eine legitime – und doch teils noch immer schräg betrachtete – Verhaltensweise ist lieben zu dürfen wen man begehrt, so ist es erschreckend, dass erst 1967 (England und Wales), 1981 (Schottland) und 1982 (Nordirland) Homosexualität straffrei wurde. Turing stand vor der Wahl einer Haftstrafe, die ihm seine erfüllende Arbeit genommen hätte, und einer Hormontherapie zur Sterilisierung, die ihn letztlich in den Suizid trieb.

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Das wahre Problem von Anschlägen

03 Aug
3. August 2016

Im vergangenen Monat sind in Deutschland drei unschöne Dinge geschehen. Dinge, bei denen Menschen ums Leben kamen. Dinge, über die groß berichtet wurde. Dinge, die in manchen Köpfen bestimmt noch lange verharren. Du erinnerst dich trotzdem nicht mehr, nein? Vielleicht liest du diesen Artikel einige Wochen, Monate oder gar Jahre nachdem er erschienen ist. Vielleicht just an dem Tag, an dem er erschien. Unabhängig davon wann du ihn liest, kann es durchaus sein, dass du es wieder vergessen hast, denn die drei Ereignisse sind mindestens schon vor 10, 12 und 16 Tage geschehen. Ich meinte den Angriff in einer Regionalbahn bei Würzburg am 18. Juli 2016 mit einer Axt und einem Messer, den Amoklauf in München am 22. Juli 2016 mit einer Glock 17 Handfeuerwaffe, wie auch den Sprengstoffanschlag in Ansbach am 24. Juli 2016, bei dem der Täter eine Rucksackbombe mit Metallsplittern bei sich trug.

Zu der Zeit des Amoklaufs in München war ich selbst in der Stadt unterwegs. Am anderen Ende der Stadt, auf einer Veranstaltung mit vielen Social Media affinen Menschen. Zumindest was die Bedienung dieser Medien anbelangt. Keine viertel Stunde nachdem die ersten Schüsse gefallen sein müssen kamen im Minutentakt neue Meldungen direkt über Twitter in die Runde bei uns. Schnell ergab sich das Bild, als sei nicht nur an einem Ort in München etwas passiert, sondern mindestens an drei Orten. An einem weiteren Ort ist letztlich tatsächlich etwas passiert – eine Massenpanik, dadurch, dass wohl viele Menschen über die wahren Geschehnisse gelesen haben und daraufhin Dinge sahen, die nicht der Realität entsprachen.

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Das war SoBehindert!

06 Jun
6. Juni 2016

Erinnert ihr euch noch an SoBehindert? Im August 2014 kündigte ich dieses Projekt auch im Blog an. Ein YouTube Kanal auf dem ich das Thema Behinderung mal auf eine etwas lockerer Art behandeln wollte, um es insbesondere jugendlichen und jungen Erwachsenen näherzubringen.

Bis zum Februar 2016 veröffentlichte ich wöchentlich Videos; danach kam nur noch unregelmäßig etwas Neues und das letzte reguläre Video ist mittlerweile vor rund einem Jahr veröffentlicht worden. Der Kanal hat derzeit rund 7.500 Abonnenten und ca. 285.000 Aufrufe auf die Videos erhalten. Für ein solch spezielles Thema wahrscheinlich gar nicht so wenig.

YouTube war für mich persönlich vor allem der erste Schritt in Richtung Video, ein Türöffner um viele tolle Menschen kennenzulernen und aus der Kammer herauszukommen um etwas zu erleben. Es war eine wundervolle Zeit, insbesondere das Jahr 2015 werde ich aus dieser Perspektive wohl nicht mehr so schnell vergessen.

Dennoch stelle ich das Projekt mit dem heutigen Tag endgültig ein. Bevor ich an dieser Stelle tausend Worte verliere, die ich bereits im oben verlinkten Video verlor, schaut euch am besten das Video an. Ob ich zukünftig noch etwas mit dem Medium Video mache? Und wie ich das machen werde! Nur aus einer anderen Perspektive, und mit einem anderen Anspruch als bei meinem Erstlingswerk SoBehindert.

Crowdfunding im Journalismus: Die Rettung des Qualitätsjournalismus?

31 Mai
31. Mai 2016

Die Ursprünge des Journalismus finden sich bereit in Zeiten des römischen Reichs, als die ersten regelmäßigen Arbeiten publiziert wurden. Die Idee eine Öffentlichkeit herzustellen wurde über die Jahrhunderte weiterentwickelt und durch diverse technologische Errungenschaften beschleunigt.

„Journalismus ist Literatur in Eile.“- Matthew Arnold (1822-1888)

Mit dem Einzug des Online-Journalismus im Internet in den 90er Jahren wurde die Frequenz der Publikation von journalistischen Inhalten noch einmal bedeutend erhöht. Dies hat seit Jahren gleichermaßen Folgen für den Journalismus wie für die Journalisten. Durch die breite Etablierung der Online-Medien mussten und müssen neue Geschäftsmodelle für die Entlohnung journalistischer Arbeiten gefunden werden.

Eine der erst durch das Internet geschaffenen Formen der Finanzierung ist das Crowdfunding. Mit dem Erlösmodell Crowdfunding im Journalismus habe ich mich im April 2016 im Rahmen einer Seminararbeit beschäftigt. Besonders relevante Kapitel der Seminararbeit finden sich im Folgenden. Die gesamte Arbeit mit allen Quellenverweisen findet sich am Ende dieses Artikels zum kostenlosen Download.

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re:publica ’16: Ein Erlebnis mit Wiederholungsbedarf #rpTEN

08 Mai
8. Mai 2016

Als die re:publica das erste mal stattfand, müssen es wenige Dutzend zumeist Blogger gewesen sein, die sich trafen um sich über ihre Erfahrungen im Netz auszutauschen. Dieses Jahr, zum zehnten Jubiläum der Veranstaltung, wurden aus den wenigen Dutzend Menschen rund 7.000 Besucher und ca. 850 Vortragende, die sich in den drei Tagen der Convention nicht nur einen kleinen Teil der entsprechend vielen Vorträge anhören, sondern sich wieder trafen oder sich erst auf der Veranstaltung kennenlernten. Was genau die re:publica für eine Veranstaltung ist, wurde in der diesjährigen Eröffnungssession ganz gut zusammengefasst: Wir würden nicht wissen, was die re:publica sei, aber wir wissen, dass sie irgendwie wichtig ist.

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Ich will sie ficken!

23 Apr
23. April 2016

In der Jugend und insbesondere der Pubertät gewinnt ein Jugendlicher nicht nur an persönlicher Reife, sondern wird auch Geschlechtsreif. Die doofen Jungs oder Mädels werden auf einmal interessant, man möchte einem anderen Menschen näher kommen, weiß nur noch nicht wie. Das peinliche Gekichere am Anfang entwickelt sich bei vielen zu Jugendbeziehungen, die nicht selten schnell wieder zerfallen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, dass die meisten auf Partys gehen um Spaß zu haben. Einerseits Spaß daran mit den Freunden Alkohol zu konsumieren, reden und zu tanzen, aber genauso auch jemanden kennenzulernen um vielleicht ein neues Abenteuer zu erleben.

Aus Sicht eines Kerls über so einige andere Kerle ließe sich die Motivation sich am Abend frisch zu machen, Alkohol zu trinken um lockerer zu werden und loszuziehen auf eine ganz klare Absicht herunterbrechen. Wie genau man die Motivation aus weiblicher Sicht sich hübsch zu machen um z.B. in einen Club zu laufen beschreiben könnte vermag ich nicht zu beurteilen, aber die Motivation dürfte sein in ähnlicher weise Spaß zu haben. Dies lässt sich nicht nur auf Partys beziehen, sondern auch auf Beziehungen, die nur ein Ziel haben: Sex.

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Studieren: Ein persönliches Zwischenfazit

16 Apr
16. April 2016

Nach der Beendigung meiner Schullaufbahn Mitte vergangenen Jahres stand für mich der nächste Schritt an: Das Studium. Konkret belege ich seit Oktober 2015 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München den Studiengang Wirtschaftsinformatik. Ein Studiengang, der sich aus zwei Disziplinen zusammensetzt: Der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik. Zum Studieren muss man in zwei Denkrichtungen flexibel sein, was auch in dem breiten Spektrum aus Berufen, die man mit diesem Studiengang ergreifen kann, erwartet wird, da man die Schnittstelle zwischen den betriebswirtschaftlichen Fachabteilungen und der IT darstellt bzw. fachlich überschneidende Aufgaben ausübt.

Für mich, der sich immer mehr vorstellen kann langfristig in Richtung Projektmanagement mit einem informatorischen Schwerpunkt zu arbeiten, ein inhaltlich passender Studiengang – auch wenn ich verstehen kann, dass diese beide Themen für viele recht trocken wirken möchten. Ich bin nun in mitten des zweiten Semesters, was teil des Grundstudiums ist. In diesem gibt es noch keine spezifischere Ausrichtung des Studiengangs, weshalb ich gleichermaßen Betriebswirtschaftslehre, Informatik und mathematische Fächer, als Schnittmenge und Grundlage der beiden Themenbereiche, belegen muss.

Gestartet bin ich in das erste Semester mit Elan und Motivation endlich etwas zu lernen, das mich interessiert. Viel interessanter als das was in der Schule vermittelt wurde. Vielleicht war etwas zu viel Enthusiasmus dabei, denn letztlich musste ich feststellen das man, insbesondere im Grundstudium, wieder so einige Fächer hat durch die man mehr durch muss als möchte.

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