Archiv Kategorie: Eine Geschichte aus dem Leben des Jan

Was in einer Beziehung wirklich zählt

30 Nov
30. November 2016

Dieses Jahr war und ist für mich ein Jahr in dem ich unheimlich viel gearbeitet habe. Der Schneeball, der in den vergangenen Jahren ins Rollen kam, wurde größer und größer. So groß, dass ich neben dem Studium manchmal nach Luft schnappen, und mir Zeit für mich nehmen musste. Für mich ist es toll viel zu arbeiten, es ist etwas, das mich häufig erfüllt. Zu sehen, dass man mit dem, was man bewerkstelligen kann, Menschen hilft. Doch es gab noch ein Thema das mich in diesem Zuge das Jahr über beschäftigte und beschäftigt. Etwas zu schaffen alleine macht mich nicht glücklich. Es muss noch eine andere Ebene geben auf der man Glück verspürt. Eine emotionale Ebene. Beziehungen zu Menschen. Ein Thema, das mich nach wie vor umtreibt, da ich nicht wirklich wusste, was ich mochte, doch im Laufe dieses Jahres glaube ich so einiges darüber gelernt zu haben, wovon ich euch auf einer gedanklichen Reise berichten möchte.

Vor einiger Zeit schrieb ich in diesem Blog Was Beziehung ist: Sinn und Unsinn. Der Kern dieses Textes war, dass eine partnerschaftliche Beziehung für mich auf derselben Basis fußen muss wie eine gute freundschaftliche Beziehung. Nur, darüber sollte das sexuelle Interesse bestehen. Und dieser Meinung bin ich im Kern nach wie vor. Und zugleich schaue ich mich bei meinen gleichaltrigen Mitmenschen um und am Ende kommt dabei ein provokanter Artikel wie Ich will sie ficken heraus, in dem ich klar zum Ausdruck bringen möchte, dass die sexuelle Ebene für mich zweitrangig ist – und zugleich beschäftigt mich diese natürlich ebenso wie jeden anderen.

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Im Netz bin ich ein Held, in der Welt ein ruhiger Kerl

13 Sep
13. September 2015

Hallo Welt! Mit diesen Worten beginnen meist die ersten Schritte, wenn man programmieren lernt. In die digitale Welt eintaucht, den Pixeln Bedeutung gibt und langsam anfängt zu verstehen wie diese ganzen Technologien funktionieren, die wir täglich nutzen. Versteht, wie das Netz funktioniert, das Menschen rund um die Welt verbindet und zusammenbringt. Zusammenbringt, auf eine digitale Art.

Wenn ich heute auf das, was ich so Tag ein Tag aus treibe, blicke, dann kann ich schon behaupten, dass das Netz meine Hood ist. Es ist ein Teil meines Lebens über das ich gefühlt wirklich Kontrolle habe. Wenn ich darüber mit jemandem kommuniziere, dann sitze ich vor meinem Rechner und schreibe oder spreche. An einem Ort, an dem ich mich heimisch fühle, an dem ich über meine Antworten nachdenken kann und nur auf Text und Betonung in meiner Kommunikation beschränkt bin.

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It’s my Birthday: 20 Jahre auf dieser Welt

11 Apr
11. April 2015

Heute werde ich 20 Jahre alt. Oder wie ich momentan gerne sage: zwei Dekaden – das klingt in meinen Ohren irgendwie jünger, denn das ist schon eine menge Zeit. Vielleicht ist ein viertel des Lebens jetzt schon rum. Wenn man das ins Verhältnis setzt, dann ist das schon eine ganze Ecke.

Ich dachte mir, wie bei meinem 18. Geburtstag, was ich zu diesem besonderen Geburtstag machen sollte. Damals war es, dass ich mit ein paar guten Freunden über TeamSpeak mal etwas ausführlicher über die vergangenen Jahre gequatscht habe, da sich schulisch unsere Wege damals trennten. Nicht gerade aufregend. Und diesmal… feiern? Ne, das ist nicht mein Stil. Viel mehr dachte ich mir in 20 Jahren, über 7.300 Tagen oder auch über 175.000 Stunden auf dieser Welt ist doch ganz schön was geschehen. Erlebnisse, die im Laufe der Jahre in den Erinnerungen verblassen, nur noch in Teilstücken im Gedächtnis bleiben und schließlich nur noch durch Erzählungen mal wieder in die vorderen Regionen des Kopfes wandern. Das sind aber alles Erlebnisse, die einen Menschen prägen.

Mein bisheriges Leben beinhaltete in dessen 20 Jahren nicht nur schöne Zeiten, sondern definitiv auch Tiefpunkte. Tiefpunkte, über die man selten redet. Der Geek oder vielleicht auch Nerd, der ich heute bin, hat sich im Laufe der Jahre entwickelt. Teils aus den nicht so schönen Zeiten. Aus Zeiten, über die man meinen mag, nicht so gerne reden zu wollen. Schon gar nicht öffentlich. Ich mache es trotzdem, denn diese Zeiten haben mich erst zu dem gemacht wer und was ich heute bin. Und der ich gerne bin.

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Dailyknödel, der mich zu YouTube brachte

07 Feb
7. Februar 2015

Seit August 2014 bin ich mit SoBehindert selbst auf YouTube aktiv. Jedoch war ich lange Zeit ein ganz normaler Konsument von Channels und Formaten auf YouTube, noch länger jedoch ein Konsument lustiger Katzenvideos. Vielleicht nicht wörtlich zu nehmen, aber in die YouTube Szene mit Channels, die regelmäßig Videos produzieren und den persönlichen Geschmack treffen, muss man erst einmal einsteigen. Auch als Konsument. Heute ist das bedeutend einfacher als noch vor ein paar Jahren und Webvideos gewannen in den letzten Jahren in der Medienlandschaft sukzessiv an Relevanz.

Ich habe den Einstieg in die YouTube Welt über Fabian von Dailyknödel genommen, den ich euch heute etwas vorstellen möchte.

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Religion: Was mich zum Kirchenaustritt bewegte.

09 Okt
9. Oktober 2014

Ich war evangelisch getauft und machte die Konfirmation (lat. confirmatio für Befestigung oder Bekräftigung) mit, um einen Draht zu diesem Glauben zu finden, doch Anfang dieses Jahres machte ich einen Schritt, den ich bereits einige Monate aufschob und über dessen Hintergründe ich heute ein paar Worte zu metaphorischem Papier bringen möchte: Ich trat aus der Kirche aus.

Trotzdem wir in Mitteleuropa heute in einer weltlich geprägten Welt leben, hat die Kirche meiner Meinung nach noch immer eine tiefere Verankerung in unserer Gesellschaft als man im Alltag offensichtlich sieht. So ist der Austritt aus der Kirche im Bereich der Gemeindeverwaltung angesiedelt und auch das Eintreiben eines Teils der kirchlichen Finanzierung, der Kirchensteuer, findet über staatliche Stellen statt. Nicht außer Betracht gelassen werden sollte, dass viele soziale Einrichtungen von kirchlicher Seite getragen sind und es bis heute üblich ist, dass Mitarbeiter mittelfristig ein Mitglied einer entsprechenden christlichen Glaubensgemeinschaft zu sein haben.

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Wie ich produktiv bin: Leben mit Mehrwertcharakter

19 Jul
19. Juli 2014

Vor ein paar Wochen fragte mich Johann in den Kommentaren woher ich die Zeit nähme mich mit all dem zu beschäftigen was man hier im Blog so mitbekäme. Gelegentlich werde ich das gefragt, doch Johanns Kommentar brachte mich mal wieder zum Nachdenken wie das bei mir funktioniert.

Zunächst solltet ihr mal wissen was bei mir so läuft: Momentan bin ich noch Schüler einer Fachoberschule, in der ich einen ordentlichen Notenschnitt erreiche (< 2.0), was aber auch daran liegt, dass mir die meisten Schulfächer leicht fallen und ich versuche, so diszipliniert zu sein im Unterricht den Fokus auf diesen zu legen, damit sich der Lernaufwand möglichst beschränkt. Nebenher bin ich aber in der Schule nicht nur als Schüler, sondern auch als Schülersprecher aktiv, was gelegentlich auch einiges an Zeit verlangt. In meiner Freizeit setze ich diverse Projekte im Medienumfeld um. Sei es dieser Blog mit viel Raspberry Pi Zeug und momentan zwei bis drei Artikeln die Woche, Raspifeed, einige kleine Projekte, Fotos und Videos, die den Weg ins Netz finden, oder Dinge, die nie ans Tageslicht kommen, da ich mich mit einer Idee mal wieder übernommen habe. Ein anderer Teil meiner Freizeit geht dafür drauf, selbstständig Webseiten und -anwendungen für Kunden umzusetzen, da irgendwo auch etwas Taschengeld herkommen muss. Und diese Aufträge müssen natürlich auch an Land gezogen werden. Nebenbei spiele ich, soweit es die Zeit zulässt, noch Tischtennis, reite und gehe alle zwei Wochen aufgrund meiner körperlichen Einschränkung zur Krankengymnastik.

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Life as a Game: Idee der Reallife Gamification

07 Jun
7. Juni 2014

Der Ernst des Lebens ist allgegenwärtig. Sei es in der Arbeit oder auch in der Schule. Ganz von der Leistungsorientierung unserer Gesellschaft abgesehen, die in vielen Bereichen ein sich immer schneller drehendes Rad darstellen könnte. Irgendwann braucht es auch mal eine Auszeit. Der eine braucht dafür Urlaub in fernen Ländern, dem anderen reicht es einen trinken zu gehen und wiederum andere spielen gerne Videospiele – um das Leben aus einer spielerischeren Perspektive zu betrachten. Doch was ist das Leben eigentlich? Ist es nicht auch nur ein Spiel, das ein Game Over mit dem Tod implementiert hat?

Wenn man in spielfremde Kontexte spielerische Elemente einbaut, nennt man dies Gamification. Beispielsweise war dies auch die Idee meines Projekts Voocler: Vokabeln lernen als Spiel mit einem sozialen Konkurrenz- und Kontrollgedanken verbunden. Doch wie wäre es alle möglichen Dinge des Alltags zu einem Spiel zu machen?

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Neun Monate Gutefrage.net: Ich bedanke mich!

05 Jun
5. Juni 2014

Seit Anfang dieses Schuljahres geh ich auf eine Fachoberschule und damit einher gehen in der 11. Klasse auch Praktika. Konkret sogar fast die Hälfte der Schulzeit. Dabei ist diese Zeit bei unserer Schule in vier Blöcke aufgeteilt, in denen man mindestens zwei Bereiche der Arbeitswelt kennenlernen sollte, die im entferntesten Sinne irgendwie mit dem Thema Wirtschaft zu tun haben. Welch ein Wunder bei meinen Interessen, dass ich mich bereits frühzeitig nach einem Praktikum im IT-Bereich umschaute. Nachdem ich zuvor bereits ein dreiviertel Jahre in einem 1-Mann-Betrieb mitgearbeitet habe, strebte ich an, ein etwas größeres Unternehmen für das Praktikum zu finden, da ich gerne auch größere Strukturen in dem Bereich kennenlernen wollte.

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Die Einsamkeit des lebendigen Netzes.

17 Mai
17. Mai 2014

Das Internet tickt Tag und Nacht. Während man schläft wachsen neue Informationen, neue Gedanken und neue Systeme – weltweit. Könnte man das Netz aus der Vogelperspektive betrachten, so wäre es wahrscheinlich ein riesiger Ameisenhaufen, der zu jeder Tageszeit wuselt. Er würde Lebendigkeit versprühen, da immer etwas geschieht, und dabei neben den Maschinen, die diese erst ermöglichen, Millionen von Menschen kommunizieren – Tag ein, Tag aus.

Aber trotzdem birgt das Netz Einsamkeit, denn am Ende jeder Leitung sitzt ein Mensch. Manchmal auch mehrere, aber häufig nur einer. Einer, der in seinen Bildschirm schaut, den wuselnden Ameisenhaufen beobachtet, und damit ein Teil davon ist. Aber auch einer, der eben physisch alleine ist.

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Gaming mit einer Hand: Razer Naga als Universallösung

10 Mai
10. Mai 2014

Vergangenes Jahr schrieb ich in diesem Blog unter dem Titel Gaming mit einer Hand: Egoshooter und Rollenspiele über meine Erfahrungen, wie man Games am Computer mit nur einer Hand spielen kann, für die man eigentlich Maus und Tastatur, folglich zwei Hände, braucht. Die Challenge zur Lösung dieses Problems stelle ich mir seit Jahren, da ich aufgrund meiner eigenen körperlichen Einschränkung nur eine Hand voll zur Verfügung habe.

Im damaligen Artikel erzählte ich euch von meinem Versuch, eine Maus-Gamepad-in-One-Kombination zu bauen, die leider aufgrund dessen Schwergängigkeit scheiterte. Damals schaffte ich es, mit nur einer Razer Deathadder, die fünf Tasten hat, einfache Spiele mit fast ausschließlich dieser Maus zu spielen. Aus diesen beiden Erfahrungen resultierte die Erkenntnis, dass eine Maus mit vielen Tasten das Problem, ein beliebiges Spiel mit einer Hand zocken zu können, lösen könnte. Eine solche Maus ist die Razer Naga, die es damals nur für Rechtshänder gab. Das inzwischen erschienene Linkshändermodel testete ich und kann es in meinen Augen als Universallösung für Gaming mit einer Hand am Computer empfehlen!

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