Archiv Kategorie: Eine Geschichte aus dem Leben des Jan

Die Einsamkeit des lebendigen Netzes.

17 Mai
17. Mai 2014

Das Internet tickt Tag und Nacht. Während man schläft wachsen neue Informationen, neue Gedanken und neue Systeme – weltweit. Könnte man das Netz aus der Vogelperspektive betrachten, so wäre es wahrscheinlich ein riesiger Ameisenhaufen, der zu jeder Tageszeit wuselt. Er würde Lebendigkeit versprühen, da immer etwas geschieht, und dabei neben den Maschinen, die diese erst ermöglichen, Millionen von Menschen kommunizieren – Tag ein, Tag aus.

Aber trotzdem birgt das Netz Einsamkeit, denn am Ende jeder Leitung sitzt ein Mensch. Manchmal auch mehrere, aber häufig nur einer. Einer, der in seinen Bildschirm schaut, den wuselnden Ameisenhaufen beobachtet, und damit ein Teil davon ist. Aber auch einer, der eben physisch alleine ist.

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Gaming mit einer Hand: Razer Naga als Universallösung

10 Mai
10. Mai 2014

Vergangenes Jahr schrieb ich in diesem Blog unter dem Titel Gaming mit einer Hand: Egoshooter und Rollenspiele über meine Erfahrungen, wie man Games am Computer mit nur einer Hand spielen kann, für die man eigentlich Maus und Tastatur, folglich zwei Hände, braucht. Die Challenge zur Lösung dieses Problems stelle ich mir seit Jahren, da ich aufgrund meiner eigenen körperlichen Einschränkung nur eine Hand voll zur Verfügung habe.

Im damaligen Artikel erzählte ich euch von meinem Versuch, eine Maus-Gamepad-in-One-Kombination zu bauen, die leider aufgrund dessen Schwergängigkeit scheiterte. Damals schaffte ich es, mit nur einer Razer Deathadder, die fünf Tasten hat, einfache Spiele mit fast ausschließlich dieser Maus zu spielen. Aus diesen beiden Erfahrungen resultierte die Erkenntnis, dass eine Maus mit vielen Tasten das Problem, ein beliebiges Spiel mit einer Hand zocken zu können, lösen könnte. Eine solche Maus ist die Razer Naga, die es damals nur für Rechtshänder gab. Das inzwischen erschienene Linkshändermodel testete ich und kann es in meinen Augen als Universallösung für Gaming mit einer Hand am Computer empfehlen!

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Ich bin ein Netzkind!

01 Mrz
1. März 2014

Die Jugend ist eine Phase des Lebens, in der man sich stark entwickelt, die die eigene Persönlichkeit reifen lässt und eigene Meinungen über das, was man sieht, hört und fühlt, bilden lässt. Mit meinem achtzehneinhalb Jahren steuere ich von der Definition her auf das Ende meiner Jugend mit 21 Jahren zu.

Geboren im Jahrgang 1995 bin ich in meinen Augen einer der Digital Native (dt. digitale Eingeborene) Generation. Im Gegensatz zu den Digital Immigrant (dt. digitaler Einwanderer) waren digitale Medien wie Fernseher, Computer und dergleichen für Digital Natives wie mich schon immer da. Als ich zwei Jahre alt war, kauften wird den ersten PC für, im Vergleich zu heute, einer sehr hohen Summe. Ein Handy kam auch bereits Ende der 90er-Jahre in unsere Familie. Und auch das Internet war mit der Installation unseres ersten Modems um die Jahrtausendwende für mich fast immer schon einfach da. Daraus ergibt sich eine ganz andere Nutzung von solchen Medien, als wenn sie im Laufe des Lebens auf einmal kommen und man sich dann darauf einlassen muss. Ob man den 1990er, 1995er oder gar erst den 2000er Jahrgang als Digital Natives bezeichnen kann, ist eine Frage, die wahrscheinlich keine einheitliche Antwort kennt. Ich für meinen Teil fühle mich zumindest so, als sei ich gerade an der Bruchstelle zu oder in dieser Generation geboren.

Und ich fühle mich noch viel mehr als ein Teil einer digitalen Gesellschaft, denn ich selbst würde mich als Netzkind bezeichnen.

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Rückblick: Mein persönliches Jahr 2013

30 Dez
30. Dezember 2013

Im Jahr 2011 schrieb ich einen Jahresrückblick darüber, was mich bewegt hat. Letztes Jahr war die Motivation zum Schreiben nicht gegeben. Doch dieses Jahr stand dieses Thema wieder im Raum. Insbesondere, da sich in diesem Jahr bei mir viel getan hat. Mit Vorschau auf das Jahr 2014 kam ich auf insgesamt 16 Themen. Nachdem das ein langer Text geworden wäre und so viele dies, insbesondere aufgrund der Länge, nicht gelesen hätten dachte ich mir, setze ich dies doch Mal als kleinen Podcast um. Summa summarum kamen dabei etwas über 40 Minuten raus, welche ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

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Kennenlernen nach fünf Jahren Bekanntschaft

09 Nov
9. November 2013

Vergangenes Wochenende war ich ein wenig unterwegs. Um konkret zu sein, waren es vier Tage in Frankfurt und Mainz. In Frankfurt am Main, da ich dort meinen Bruder mit dessen Freundin besuchte, und in Mainz, da in dessen Nähe jemand lebt, mit dem ich schon seit längerem Kontakt habe, was auch der Inhalt dieses Beitrags sein soll.

In der Nähe von Mainz, besser gesagt in Bad Kreuznach, wohnt ein David. Ein David, mit dem ich vor knapp fünf Jahren erstmals schrieb. Damals noch auf ICQ, dieser grünen Blume, die heute schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Eine Zeit bevor Skype oder gar Facebook ein Quasi-Standard war. Ob er mich damals anschrieb oder ich ihn, darüber sind wir uns nun im Nachhinein nicht einig. Worüber wir uns jedoch einig sind, ist, dass wir damals schrieben und dabei ein gemeinsames Interesse für die visuelle Gestaltung digitaler Medien entdeckten. Wobei vielleicht visuelle Gestaltung digitaler Medien zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch etwas hochgestochen klingt. Es war mehr ein Spielen und Basteln mit Adobe Photoshop, Illustrator und Gimp.

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Anime, Kreativität und Simplizität

27 Okt
27. Oktober 2013

Vor ein paar Wochen stieß ich beim Aufräumen auf eine DVD eines Animes, den ich früher angesehen habe und die bei irgendeiner Zeitschrift mal beilag. Konkret handelte es sich bei der DVD um die erste Folge von Yu-Gi-Oh! GX. Es muss Ende 2006 gewesen sein, als ich diese zum Start von Yu-Gi-Oh! GX sah.

Da man Serien bei deren Erstausstrahlung ja bekanntlicher weise nur Woche für Woche ansehen kann und irgendwann Zeit oder Interesse abhandenkam, sah ich die Story, die in deutscher Sprache drei Staffeln umfasst, nie zu Ende. Durch die DVD kamen jedoch Erinnerungen auf und ich fing an, die erste Folge anzusehen und sah schließlich weiter.

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Hey Jan, du bist behindert!

17 Okt
17. Oktober 2013

Die ersten Monate habe ich dieses Thema aus meinem Blog bewusst rausgehalten. Jedoch habe ich im Laufe der Zeit, meist in Randbemerkungen, das Thema im Blog schon mal angerissen. Und es ist ein Teil von mir, deshalb denke ich sollte es auch nichts ausmachen, dass ich mal darüber schreibe.

Ich habe eine körperliche Behinderung. Konkret eine Hemiparese. Und in verständlicher Sprache ausgedrückt bedeutet das, dass ich auf der, in meinem Fall, rechten Körperseite eine Spastik habe, wodurch ich durch wie Welt humpel und den Alltag meist mit einer Hand bewältige, da meine rechte Hand nur grobmotorisch einsatzfähig ist.

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Wie Smartphones unsere Kommunikation verändern

02 Apr
2. April 2013

Vor fünf Jahren zog ich nach Olching nahe München. Zuvor lebte ich in Weil, einem kleinen Ort mit nur rund 4.000 Einwohnern. Damals war ich (körperlich) auch noch etwas kleiner und sah alles irgendwie größerer, womit die Kleinstadt Landsberg am Lech mit ca. 115.000 Einwohner in meinen Augen schon groß war.

Meine Oma aus dem riesigen München kam uns ab und an besuchen und manchmal blieb ich auch ein paar Tage bei ihr in München. Bei ihr in München bleiben hieß immer mit der S-Bahn von Geltendorf nach München reinfahren und in München selbst öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. In der S-Bahn, U-Bahn oder Tram sah ich allerlei interessante Menschen. Von Geschäftsleuten in Anzug, über den normalen Jugendlichen bis hin zu älteren Damen wie meiner Oma. Die Leute lasen ihre Zeitungen, schauten aus dem Fenster und hörten vereinzelt Musik.

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Gaming mit einer Hand: Egoshooter und Rollenspiele

02 Mrz
2. März 2013

Bislang hielt ich ein Thema im Bezug auf mich aus dem Internet in Form von Bildern und auch hier im Blog raus. Meine körperliche Behinderung. Ich habe eine Hemiparese (Teillähmung auf einer Seite; bei mir rechts), wodurch ich die meisten Dinge des Lebens mit einer Hand meistere. Auch das Steuern des Computers. Jedoch möchte man auch mit Freunden Online-Games spielen – wo man jedoch an seine Grenzen stößt.

Nehmen wir den Egoshooter Counter Strike: Source. Ein recht einfacher Shooter indem man Runde für Runde versucht, möglichst viele Gegenspieler zu killen. Gespielt wird mit der Maus zum Zielen und schießen, wie auch mit der Tastatur zum Gehen, Waffen wechseln, schleichen und was es sonst noch gibt. Wenn man jedoch nur eine Hand, die ordentlich arbeitet, zu Verfügung hat, wird eine banale Steuerung dieser zwei Eingabegeräte zur Herausforderung. Auf den ersten Blick unmöglich. Aber wie es so oft im Leben eines (wenn auch nur leicht) Behinderten ist, wurde ich kreativ und suchte nach Lösungen, wie ich mitspielen konnte.

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Social Media aufräumen und das Smartphone mal stecken lassen.

27 Jan
27. Januar 2013

Die meisten, die ein Smartphone mit mobilem Internet haben, werden es kennen, dass sie zwischen drin mal den Stream von Facebook, Twitter, YouTube oder anderen Plattformen checken. Meist ist das Erste was man in der Früh in der Hand hat das Smartphone, um kurz die E-Mails anzusehen, und abends, vor dem Einschlafen, ist es das Letzte, was man in der Hand hat: Das Smartphone.

Anfang dieser Woche war ich ein paar Tage mit Husten und Schnupfen daheim und dabei viel mir dieses Verhalten deutlich auf. Was mir noch auffiel war, dass ich in meinen Streams viele Leute habe, die ich eigentlich nicht wirklich kenne und Seiten, die mich inzwischen gar nicht mehr interessieren. Somit begann ich mit einem kleinen Frühjahrsputz, indem ich auf Facebook Leuten, die wahrscheinlich gar nicht mehr wissen, dass sie mit mir auf Facebook befreundet sind, die Freundschaft kündigte, Einigen auf Twitter entfolgte und auch auf YouTube so manche aus meinen Abos entfernte. In Skype warf ich natürlich auch Kontakte aus der Liste, zu denen ich eigentlich keinen Kontakt (mehr) habe.

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