Der Bleistift, die Tinte und das Web

31 Aug
31. August 2011

Wenn ich etwas bzgl. des Webs und insbesondere sozialen Netzwerken erkläre, rede ich sehr gerne “von dem Bleistift und der Tinte”. Da ich denke, dass es ein ganz schönes Beispiel für den Unterschied zwischen dem echten Leben und dem (“sozialen”) Internetleben ist, möchte ich diesem Thema einen Beitrag widmen.

Im echten Leben kannst du genau soviel erzählen, wie du im Internet erzählen kannst. Ob dir jemand wirklich zuhört ist weder im Netz, noch im echten Leben sicher. Doch wenn dir jemand zuhört, mit dem du redest, wird er es mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit recht schnell wieder vergessen. Wenn du jedoch im Web schreibst, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass es den Gedächtnissen der Server schnell wieder entfällt – denn das Internet besteht nicht nur aus Menschen, sondern hauptsächlich aus Maschinen, denen der Mensch beigebracht hat: speichere alles, was du bekommst.

Daher sage ich, dass du im Web mit Tinte schreibst – im echten Leben mit einem Bleistift. Der Bleistiftstrich ist nicht so stark zu sehen – und schnell weg radiert. Tinte lässt sich jedoch nicht so schnell entfernen – insbesondere wenn es keinen Tintenkiller gibt.

Fazit: Gebt dem Netz nicht alles preis – die Leute, die es wirklich wissen sollen, werden es im echten Leben genauso von dir verfahren.

Bildquelle: “Vanishing…” von nicubunu.photo unter CC-BY-SA

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