Facebook Chronik. Ein gespaltenes Gefühl.

20 Dez
20. Dezember 2011

Seit ein paar Tagen ist die Facebook Chronik offiziell auch in Deutschland gelandet. Da sie so oder so in den nächsten Wochen für alle Benutzer kommen wird, habe ich sie mir bereits letztes Wochenende zugelegt. Viele Leute finden sie nicht gut. Und dem muss ich zumindest im Bezug auf den Inhalt des neuen Profiles alias Chronik zustimmen. Listen wir doch einmal auf, was aus meiner Sicht für, und was gegen die Chronik spricht:

Pro

  1. Schöneres Layout, welches durch Nutzer (die entsprechende technische Möglichkeiten/Wissen haben, Stichwort: Fotografie) individueller gestaltet werden kann
  2. Nach etwas Gewöhnung intuitivere Oberfläche

Kontra

  1. Posts, Likes und Co. sind für alle Freunde unbegrenzt rückverfolgbar
  2. Standardmäßig wird für Freunde und Freundesfreunde eine Karte mit den eigenen Aufenthaltsorten angezeigt
  3. Noch mehr verschachtelte Menus (einige sogar nur als Hover Effekt) bei Bearbeiten des Profils
  4. Die Privatsphäre Einstellungen wurden meines Empfindens nach mal wieder schwerer zugänglich gemacht
  5. Im sogenannten „Aktivitätsprofil“ können Freunde nun noch genauer zurückverfolgen, wann man beispielsweise Freundschaften angenommen hat
  6. Die Funktionen enthalten noch einige „Schönheitsfehler“, welche sie teilweise erst nach etwas Übung bedienbar machen

Wie ihr an der Liste erkennen könnt, überwiegen die Nachteile aus meiner Sicht. Ich bin nun (auch) bei Diaspora zu finden. Auch wenn ich dort noch auf keine Freunde, Bekannten und Verwandte stoße. Facebook macht sich seit Monaten immer noch schlechter, als es eh schon ist. Einerseits treffen sie die Aussage, sie wollen die No. 1 im Thema Datenschutz werden. Zum anderen schaffen sie Funktion wie die Chronik, die komplett gegen diesen Ansatz stricht. Wenn es so weiter geht werde ich doch den Schritt machen und Nimmerwiedersehen zu Facebook sagen, denn ich möchte nicht der gläserne Facebooknutzer werden, der durch Aussagen aus der zukünftigen Vergangenheit angegriffen werden kann bzw. mir Chancen durch Aussagen, die ich einmal getroffen habe, verschlossen bleiben. Ein schönes Video unter dem Motto „A life on Facebook“ hat Alex Droner gemacht:

In diesem Sinne: Meldet euch bei Diaspora* an und postet über dieses, bessere – wirklich soziale -, soziale Netzwerk. Und ja, man kann derzeit über Diaspoa* auch auf Facebook posten. Eure Facebook Fans, die sich weigern etwas neues auszuprobieren müssen also nicht „unterversorgt“ bleiben und ihr werdet keine doppelte Arbeit beim Posten haben. Versprochen!

Für alle die noch nicht wissen was #Diaspoa* ist und welche #Pods es gibt, finden in diesem Satz aufklärende Links. Ich bin derzeit im Diasp.de Pod unter nextone@diasp.de anzutreffen. Und alle die sich nun wundern, wieso eine Raute vor zwei Wörtern im vorletzten Satz standen, denen sei nur so viel gesagt: Wichtiges teilt man mit Menschen die Interesse daran haben. Und das funktioniert in Diaspora*, genau so wie in meines Wissens nach auch in Twitter, eben mit Rauten 😉

Bildquelle in Screenshot: Reading A Newspaper By A Wall von Garry Knight @ flickr.com unter CC BY-SA 2.0

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