Drossellayer.de: Ein echtes Netz braucht Netzneutralität

02 Mai
2. Mai 2013

Wie ja die Meisten bestimmt mitbekommen haben, wurde die DSL-Flatrate bei der Telekom für Privatkunden (vorerst nur Neukunden; bis spätestens 2018 alle) abgeschafft und wieder durch Volumina-Tarife ersetzt. Was das für den Endkunden aus meiner Sicht bedeutet, beschrieb ich vor ein paar Tagen in dem Beitrag Was bedeutet die Abschaffung der Telekom Internet-Flatrates?.

An die nun eingeführte 75 GB Grenze im kleinsten Tarif (DSL 16.000) wird jeglicher Datenverkehr angerechnet, außer er stammt von bestimmten Telekom-Diensten oder Diensten von Telekom Partnern wie z.B. Spotify. Dies stellt eine Verletzung der sogenannten Netzneutralität dar, die besagt, dass jedes Paket gleichbehandelt werden soll.

Folglich ist davon auszugehen, dass man in wenigen Jahren neben der Internet-Flatrate und Traffic-Paketen auch Flatrates für bestimmte Dienste kaufen „kann“. Beispielsweise die Internet-Flatrate für 29,95€ mit 75 GB, 5-mal 10 GB Pakete für je 1,99€, eine Flatrate zur Facebook Nutzung für 2,99€ und für YouTube brauchst du, da die Videos viel Traffic brauchen, auch eine Flatrate für 4,99€. Damit sind wir bei günstigen 47,88€ im Monat.

Diese ungleiche Behandlung von Paketen ist aus meiner und der Sicht vieler anderer nicht in Ordnung. Inspiriert durch ein Video von Netzpolitik.org schrieb ich ein Layer, welcher sich über die ganze Seite legt und dem Besucher erzählt, dass sein Internet Traffic aufgebraucht sei. Natürlich wird der Benutzer darüber aufgeklärt, dass das nicht ernst zu nehmen ist, aber bekommt zugleich erklärt, was Netzneutralität ist und welche Gefahren aus einer Verletzung dieser ergeben.

Mit dieser, zugegebenerweise provokanten Kampagne, möchte ich ein Werbemittel für den Schutz der Netzneutralität bieten. Wenn du eine eigene Webseite haben solltest, kannst du dir jetzt unter Drossellayer.de ein Layer für deine Webseite erstellen. Im Übrigen: Die Links zu weiteren Informationen der Netzneutralität können, falls meine Auswahl nicht gefallen sollte, frei angepasst werden 😉

Dir hat der Artikel gefallen?
Teile ihn mit deinen Freunden!
4 Antworten
  1. Cy8aer says:

    Ich möchte ja nix sagen, aber Paket schreibt man in Deutschland bis heute immer noch ohne c. Peinlich für ne politische Aktion

    Antworten
    • Jan Karres says:

      Habs verbessert. Ja, Rechtschreibung ist nicht meine große Stärke 😉 Wenn noch jemand Fehler findet einfach Bescheid geben!

      Antworten
  2. Jakob Licina says:

    Drei Jahre später und Gott sei Dank hat die Telekom diese Pläne nicht umgesetzt und wird es wohl auch in der Zukunft nicht tun.

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Dank an Jan, der das auch nochmal in seinem Blog erläutert. Großer Dank geht natürlich auch an Andreas Müller, der die ursprünglichen Videos erstellt […]

Antworten

Kommentar verfassen

JanKarres.de © 2007-2017