Hast du einen Apple oder die Verallgemeinerungen von Marken

13 Jul
13. Juli 2013

Ich würde mich selbst als jemand beschreiben, der sich so gut wie nie über die Dinge des alltäglichen Lebens aufregt. Damit meine ich nicht, dass man alles so hinnimmt wie es ist, sondern dass man sich nicht über z.B. Getratsche oder Ansichten, die nicht den eigenen entsprechen aufregt. Jeder finde ich darf so sein, wie er ist und sollte sich für die Anderen nicht verbiegen müssen. Jedoch sollte man sich schon engagieren, sodass z.B. politische Vorhaben die man ablehnt, verhindert werden. Es gibt jedoch eines im alltäglichen Leben, worüber ich mich immer wieder aufregen könnte – es jedoch für mich behalte. Dabei spreche ich von Verallgemeinerungen.

Sitzt man beispielsweise im Klassenzimmer an einem MacBook Pro, wie ich gerade beim Tippen dieses Artikels, so ist die Frage nicht, was für einen MacBook Pro man hat, sondern ob man einen Mac hat. Vielleicht wird es bei Smartphones noch anschaulicher. Es gibt inzwischen diverse Hersteller mit mehreren Hundert oder gar schon Tausenden Modellen auf dem Markt. Die Frage ist jedoch nicht welches HTC Smartphone man hat, sondern ob man ein HTC hätte. Dabei bietet HTC viele verschiedenste Modelle von Einsteiger bis zum High-End Gerät an. Wenn man ein iPhone oder ein Samsung hat, ist das cool. Wenn man ein Huawei hat ist das uncool. Ungeachtet dessen, dass auch die Firma Huawei echt tolle Geräte produziert, die in bestimmten Bereichen einem iPhone 5 überlegen sind.

Diese Verallgemeinerung fällt mir besonders bei elektronischen Produkten auf, denn wenn man ein Auto fährt, werden die wenigsten sagen, dass ein VW toller als ein Opel ist. Man fragt, welches Modell man fährt, denn zwischen einem VW Polo und einem Opel Zafira, bzw. einem VM Golf GTI und einem Opel Corsa, ist ein beachtlicher Unterschied.

Der Eine oder Andere, der diesen Artikel ließt wird vielleicht nun denken, dass das doch nicht so dramatisch sei. Jedoch sollte man bei diesem Thema einmal nicht nur an Produkte und folglich Marken denken, sondern dies einmal auf Personengruppen anwenden. Deutsche seien fett, Türken würden kein richtiges Deutsch sprechen oder Italiener seien faul. All dies sind Aussagen, die vielleicht auf Einzelpersonen zutreffen, jedoch nicht zu Verallgemeinerungen führen sollten.

Vielleicht scheint das etwas weit hergeholt, aber der Umgang mit jüdischen Bürgern in Deutschland und deutschen Besatzungsgebieten im Dritten Reichen basierte grundlegend auch auf einer Verallgemeinerung. Denn durch die Meinung, dass Juden dem deutschen Volk schädigen würden, verbreitet durch die NSDAP, wurde eine folgenschwere Stimmung gegen diese Volksgruppe aufgebaut.

So bleibt mir am Ende dieses Artikels nur dazu zu ermuntern, die Dinge des Lebens ein wenig differenzierter zu sehen.

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