WordPress: Die Basisausstattung für jeden Blog – Teil 2

05 Okt
5. Oktober 2013

WordPress runterladen. Per FTP auf den Webspace. Installieren. Und der Blog ist fertig. Das dem nicht so ist, sahen wir bereits im ersten Teil dieses Artikels, in dem es um den richtigen Webspace, Sicherheit, Kommentare und Suchmaschinenoptimierung ging. Im Folgenden gebe ich, weiterführend zum ersten Teil, Tipps zu den Themen Performance Optimierung, Individuelles Theme, Workflow und Statistik.

Performance Optimierung

Wie im ersten Punkt des ersten Teils des Artikels bereits angesprochen, ist eine gute Performance des Blogs wichtig. Dabei kann nicht nur mit der Wahl des richten Webhosters einiges falsch gemacht werden, sondern auch hier gibt es einige Plugins, die die Ladezeit des Blogs verkürzen können. Zunächst sollte man das Plugin WP Minify einsetzten. Dieses komprimiert die HTML, CSS und JavaScript Dateien, die beim Laden der Webseite an den Besucher ausgeliefert werden. Auch bei Bildern kann bei der Datengröße ohne wirklich sichtbaren Qualitätsverlust eingespart werden. Eine einfache Lösung bietet hierfür WP Smush.it an. Dabei ist zu beachten, dass die Bilder zum Komprimieren auf die Server von Yahoo Smush.it hochgeladen werden. Möchte man das nicht, so kann man auf EWWW Image Optimizer zurückgreifen, wobei zur Einrichtung des Plugins technische Kenntnisse erforderlich sind.

Individuelles Theme

Jetzt gehen wir einmal weg vom Technischen und wenden uns dem Design des Blogs zu. In WordPress Jargon Theme genannt. Es gibt inzwischen von teuren Schlechten, bis hinzu kostenlosen Guten eine breite Palette an WordPress Themes. Sucht man kostenlose, so ist man am besten beraten in Google einfach mal nach „wordpress theme“ oder „wordpress theme free“ zu suchen. Qualitativ meist hochwertige findet man zu Preisen von ca. 15€ bis 45€ auf Themeforrest. Welches dem eigenen Geschmack und den Bedürfnissen entspricht, ist jedem selbst überlassen. Diese kann man sich dann, falls benötigt und der Support der Theme Hersteller nicht weiter hilft, von Programmierern oder kleinen Agenturen noch kostengünstig an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen. Alternativ kann man sich natürlich ein maßgeschneidertes Theme anfertigen lassen, wobei man dabei bedenken sollte, dass der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen stehen sollte. Die beide letzteren Tätigkeiten biete ichs euch gerne an, Link zu meiner Agenturseite findet ihr im Menü.

Workflow

Ein wichtiger Punkt ist auch noch das System seinem Workflow entsprechend anzupassen. Das bedeutet, dass man sich überlegen sollte, welche Funktionalitäten man zum besseren Bloggen im Adminbereich benötigt. Angefangen z.B. bei einer guten Rechtschreibkorrektur, die einem das Plugin Jetpack (von WordPress.com) bieten kann. Für Blogger die Codeschnippsel veröffentlichen möchten einen Syntax Highlighter wie Crayon Syntax Highlighter. Bis hin zu individuellen Beitrag Status, welche man mit Edit Flow anlegen kann. Dies bietet sich an, wenn mehrere Personen hintereinander an Blogbeiträgen arbeiten. Beispielsweise für einen Ideen-Pool, einen Status für Beiträge, die verfasst werden und einen für noch zur Korrektur ausstehende Beiträge. Des Weiteren bietet sich, wenn man zu mehreren an einem Blog arbeitet oder viele Beiträge veröffentlicht, der Editorial Calendar an, womit man immer eine Übersicht über die Beiträge im Verhältnis zur Zeit hat. Wenn einem die Anzahl der Funktionen, die einem WordPress, insbesondere nach der Installation von einigen Plugins, anbietet, zu viel ist, so kann man auch hierbei Abhilfe schaffen. Mit dem Plugin Adminimize kann man entscheiden welche Menüpunkte in WordPress eingeblendet werden.

Statistik

Zu guter Letzt widmen wir uns noch der Statistik. Wenn man bloggt, möchte man natürlich auch wissen, wie viele Besucher auf den Blog kommen und was diese besonders gerne lesen. Zum einen kann man hierzu Google Analytics einsetzen, welches man mittels des Plugins Google Analytics for WordPress einbinden kann. Dabei ist zu beachten, dass Google Analytics nicht bedenkenlos eingesetzt werden sollte, aufgrund von einigen Konflikten mit dem deutschen Datenschutzrecht, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Eine vollwertige Alternative hierzu stellt Piwik dar, welches man auf den eigenen Webspace installieren kann. Dieses kann man mit Plugins wie WP-Piwik einbinden. Möchte man eine weniger aufwändige Lösung, die meines Kenntnisstandes nach mit dem deutschen Datenschutzrecht vereinbar ist, kann man auf Statify zurückgreifen, wobei die Fülle der Analysemöglichkeiten, die Google Analytics oder Piwik bietet, natürlich nicht im entferntesten erreicht wird.

Und damit sind wir am Ende meiner Empfehlungen für die Basisausstattung jedes WordPress Blogs. Man sieht also, dass es nicht mit der Installation eines blanken WordPresses getan ist, sondern zahlreiche Erweiterungen für eine bessere und auch sicherere Nutzung von WordPress sinnvoll sind. Dies ist neben einem inhaltlichen Konzept und eventuell auch einem Social Media Auftritt ein weiter Schritt hin zu einem erfolgreichen Blog.

Wenn du nun mit dem Bloggen anfangen solltest oder deinem Blog nach meinen Tipps verbessern solltest, habe ich auch nichts dagegen, wenn du einen kurzen Artikel mit einem Link zum ersten Teil dieses Blogbeitrages in deinem Blog veröffentlichen würdest. In diesem Sinne wünsche ich ein erfolgreiches Bloggen!

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1 antworten
  1. Mach es selber! says:

    Für die Statistiken empfehle ich doch mal einen Blick auf das Plugin „Counterize“ zu wefen – gefällt mir sehr gut

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