Was Glück ausmacht. Ein Gedankenspiel.

16 Nov
16. November 2013

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, was Glück ausmacht? Eine rhetorische Frage, denn ich glaube diese Frage hat sich, wenigstens beiläufig, schon jeder einmal gestellt. Denn wir alle streben doch irgendwie danach, glücklich zu sein. Warum wir danach streben? Das ist eine Frage, die ich mir auch ab und zu stelle, die, so denke ich, eine nicht unbeachtliche Rolle im Leben spielt.

Wirft man mal einen Blick in Wikipedia, dann wird dort Glück sehr vage definiert. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass, wie man sprichwörtlich sagt, Glück nicht fassbar ist. Doch ist es etwas, was jeder kennt und sich wünscht.

„Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhaltender Glückseligkeit einschließt, der uns aber auch als ein äußeres Geschehen begegnen kann“ – Wikipedia.org

Das, was das Gefühl Glück in einem auslöst, denke ich, ist nicht verallgemeinerbar, denn jeder empfindet das Geschehen, das um ihn herum andauernd passiert anders. Jeder hat eine andere Auffassung davon, was für ihn so gut ist, dass es glücklich macht.

An dieser Stelle kann jeder, ich denke, nur für sich selbst sprechen, sodass ich dies nun einmal für mich mache. Ich für mich denke, dass es mich glücklich macht, wenn ich andere Menschen glücklich sehe. Und viel mehr, wenn ich diese ein Stück glücklicher machen kann. Dabei ist das keines Wegs zweideutig zu verstehen. Ich meine damit viel mehr, dass ich anderen helfen möchte. Das ist auch eine der Motivationen dazu, hier immer wieder Anleitungen für den Raspberry Pi zu schreiben. Denn das Feedback, welches ich bekomme, dass diese Artikel einigen Leuten geholfen haben, macht mich im gewissen Maße glücklich.

Genauso meine ich aber auch, andere zu sehen, wie sie Glück ausstrahlen. Wie sie lachen. Wie sie Spaß haben. Und wenn man an diesem Spaß teilhat, macht das um so mehr glücklich. Das gilt sowohl, bzw. insbesondere, im Real Life, aber auch Fotos und Videos, die solche Emotionen ausstrahlen, die mich berühren. Sie lösen ein gewisses Glücksgefühl aus. Letzteres, so habe ich das Gefühl, ist für manch Andere nicht nachvollziehbar 😉

Arbeiten macht mich auch glücklich. Nicht die Tatsache, dass man damit den einen oder anderen Euro verdient, sondern viel mehr, dass ich etwas Neues schaffe, das anderen Menschen hilft. Am meisten Spaß macht es, wenn es nicht irgendwelche Kundenprojekte sind, sondern eigene Projekte. Eigene Produkte. Denn in diesen kann man seine eigenen Ideen und Visionen verwirklichen. Am Ende des Tages bekommt man dafür zwar nicht zwingend Geld, aber Feedback, was ich für mich persönlich momentan als wertvoller ansehe.

Materielles? Klar freue ich mich, wenn ich mir etwas kaufen kann, das ich schon länger haben wollte. Doch mehr als ein Moment der Freude ist bei mir persönlich nur noch selten da. Früher war das anders, doch ich denke, das hat sich in den vergangenen Jahren dadurch gewandelt, dass ich durch meine Nebenjobs und nun meine gewerbliche Tätigkeit ein paar eigene Euro verdiene, wodurch ich weiß, dass ich mir früher oder später das leisten kann, was ich haben möchte.

Daher sind diese immateriellen Dinge wie Freunde bei mir in den Vordergrund geraten. Vielleicht auch, weil sie eben nicht so leicht erreichbar sind. Weil sie eine Herausforderung darstellen. Weil sie manchmal auch Überwindung kosten. Dass diese Ansichten nur eine Momentaufnahme ist, glaube ich, braucht kaum erwähnt zu werden, denn das Leben wandelt sich mit jeder Sekunde, sodass sich das eigene Glück schnell auch wieder anders definieren kann.

Aber um noch einmal auf den Anfang des Artikels zurückzukommen und damit auf die Fragestellung, warum wir nach Glück streben: Ich denke, dass dieses Streben uns einen Sinn im Leben gibt. Im Endeffekt kann keine Religion uns mit Gewissheit sagen was vor und was nach dem Leben ist – oder nicht ist. Doch wir leben alle irgendwie im Jetzt. Und aus diesem Zustand versucht man doch das Beste zu machen. Und dazu gehört, so denke ich zumindest, auch glücklich zu werden, bzw. zu sein.

Nachdem ich nun etwas darüber geplaudert habe, was für mich momentan Glück ausmacht, würde ich mich freuen von ein paar von euch zu erfahren, was euch glücklich macht – und vielleicht auch warum.

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2 Antworten
  1. Christoph says:

    Die Eudaimonia ist ja eigentlich eine Frage die Menschen schon seit der Antike begeistert und es gefällt mir sehr, dass Du Dich auch damit mal in deinem Blog auseinandersetzt. Den Einstieg mit Wikipedia find ich aber ein bisschen traurig, denn glaubst du, dass Wikipedia das Niveau dazu hat, Glück zu definieren? (auch eine Rhetorische Frage) Ansonsten finde ich das diesmal echt Philosophische Thema richtig cool und du kannst ruhig öfter mal was philosophisches schreiben:

    Ich im Persönlichen, würde das aber viel stärker differenzieren, was Glück ist und zwar kurzfristiges Glück und langfristiges Glück, oder eben diese sogenannte Eudaimonia, Glückseeligkeit, oder meinetwegen auch langfristige Zufriedenheit.
    Wie oft sagt man: „da hab ich aber Glück gehabt“? Es ist halt etwas kurzfristiges, dass manche auch garnicht lange wertschätzen, was man aber sicherlich genauer in den blick nehmen sollte und sich auch mittelfristig daran freuen.

    Über eine längere Periode glücklich zu sein, oder mit dem bisher geschaffenen und seinem eigenen Leben zufrieden zu sein, hat für mich aber eine ganz andere Tragweite und gerade dort kommen dann wieder diese kleinen Glücksmomente die Du ansprichst ins Spiel: Auch Menschen um sich zu haben, die einen Glücklich machen sind essenziell, denn nur das ist von langer Dauer und kann einen nachhaltig und Langfristig fröhlich machen! Aber ich vertrete die Auffassung, dass auch materielle Freuden von Bedeutung sein können, denn materielle Nöte können alles Glück zugrunde richten. Sicher bin ich jedoch, dass man sich nicht über materielles definieren sollte und immaterielle Freuden die größeren sein können, nicht weil sie eine größere Herausforderung darstellen, sondern weil man sie einfach viel besser wertschätzen kann und sie eine viel tiefere innere Freude hervorrufen.

    Freund kommt von Freude!

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    • Jan Karres says:

      Trotzdem du eine als rhetorische Frage gekennzeichnete Frage gestellt hast greife ich diese einmal auf, da ich anderer Meinung bin. Glück ist vielschichtig, diese Meinung teile ich, wodurch man diese Frage beliebig ausgiebig differenzieren kann. Ich denke jedoch das wir in einer Gesellschaft leben in der Oberflächlichkeit einen nicht unbeachtlichen Stellenwert hat. Und eben jene Oberflächlichkeit denke ich verkörpert die Einleitung aus Wikipedia. Eine Thematik auf dessen Minimum herunter zu brechen. Was darauf Folgt ist eine Andere Frage.

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