Musik Streaming positiv für alle Beteiligten?

23 Dez
23. Dezember 2013

Heute ist der Tag vor Weihnachten – und du hast noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Eine Idee für die letzten Minuten wäre ein Musik Streaming Abonnement. Einfach online bestellen und los geht der Musik Genuss! Inzwischen gibt es in diesem Bereich auch am deutschen Markt diverse Anbieter solcher Streaming Angebote. Eine recht aktuelle Übersicht von Musik-Streaming-Anbietern hat Sparwelt die Tage in deren Blog veröffentlicht. Meist liegt der Preis für die Nutzung am Computer bei rund 5€ und mit 10€ ist man für eine zusätzliche Offline-Nutzung und die Verwendung der Apps für Smartphone und Tablet dabei.

Ich persönlich nutze auch einen Streaming Dienst. Momentan bin ich zufrieden bei Simfy, wobei ich auch schon Deezer, Spotify, Rdio und Rara aktiv genutzt habe. Alle diese Dienste bieten für mich als Konsumenten den Vorteil, dass ich Musik einfach hören kann. Gibt mir ein Freund einen Tipp, kann ich mir es einfach anhören. Ohne nachzudenken, ob ich mir das wirklich kaufen soll oder auch YouTube rumfrickeln zu müssen. Außerdem höre ich durch solche Dienste auch immer wieder Musik von Künstlern, die mir bislang unbekannt waren, wodurch ich neue Musikwelten meines Geschmacks kennenlerne. Ich brauche ja schließlich nicht nachdenken ob ich das wirklich hören möchte, da es ja nur eine Pauschale kostet. Und bei all diesen Musik Streaming Diensten sind die meisten Künstler vertreten. Für Konsumenten in meinen Augen also super.

Versetzen wir uns doch einmal in die Rolle der Musiker, die von den Verkäufen ihrer Musik leben wollen. Zwischen den 5€, die ein Konsument bezahlt, und den Künstlern liegen diverse Stellen. Steuern, Kosten für das Bereitstellen des Streamings, Gewinn für den Streaming Dienstleister, Abgaben an die Verwertungsgesellschaft, das Label bei dem der Künstler den Plattenvertrag hat möchte natürlich auch noch einen Teil und am Ende kommt der Musiker selbst. Und nicht nur ein Musiker, denn mit dieser Musik Flatrate hört man ja viele Künstler.

Bei sagen wir im Schnitt zwei Stunden Musikgenuss täglich, sind das, je nach Länge der Lieder, etwa 1.000 gestreamte Musiktitel pro Monat. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass für alle Kostenstellen 0,005€ pro gespieltes Lied überbleiben. Ohne eine große milchmädchenhafte Rechnung aufzumachen, kann man sich ja schon vorstellen was dabei für den Musiker übrig bleibt – selbst wenn deine Musik hunderttausende Male im Monat gespielt wird. Ob das im Vergleich zum Verkauf von Platten Vorteilhaft ist – ich würde da ganz schwer nein sagen. Folglich müssen die Musiker neue Wege finden, mit ihrer Musik das zum Leben nötige Geld zu verdienen. Teurere Konzerte. Viel Merchandising. Und mehr.

Damit möchte ich euch nicht die Eingangs erwähnte Idee nehmen, ein Musik Streaming Abonnement als Last-Minute-Geschenk zu besorgen. Jedoch möchte ich mit diesem Artikel erreichen, dass dieser Umstand im Hinterkopf bleibt.

In diesen Sinne wünsche ich fröhliche Weihnachten!

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