Klimawandel. Durch Menschen verursacht? Und die Folgen!

18 Jan
18. Januar 2014

Im Dezember hatte ich mit jemandem, den ich über das Netz kennenlernte eine Diskussion über den Klimawandel. Nicht über die Folgen oder was man dagegen machen kann – nein, darüber ob er von den Menschen ausgelöst wurde. Und ich muss sagen, ich habe lange mit keiner Person mehr diskutiert, die der Ansicht war, dass dieser nicht durch die (Aus)Nutzung der Erde durch den Menschen zustande kommt. Viel mehr ist er der Ansicht, dass dies eine ganz normale klimatische Schwankung darstellt.

Ich glaube beide Seiten könnten sich nun (nehmen wir mal eine neutrale Position ein) mit Argumenten, Studien und dergleichen überhäufen, da es sowohl für die eine als auch für die andere These genug Materialien und Deutungen gibt. Da wir beide je von unseren gegensätzlichen Meinungen überzeugt waren und ich zeitlich bedingt keine langwierige Grundsatzdiskussion beginnen wollte, ließen wir das Thema auf sich beruhen.

Im Nachhinein jedoch griff ich dieses noch einmal auf – und in einem Punkt waren wir uns einig, der in dieser Diskussion, die auch gelegentlich in den Medien geführt wird, häufig aus dem Sichtbereich wandert: Egal ob der Klimawandel nun von Menschen verursacht wird oder nicht, die Folgen werden spürbar.

Und dabei rede ich nicht von Folgen, die prognostiziert werden und vielleicht in einigen Jahren eintreffen – wie die anderen Prognosen, die so aufgebauscht waren, dass sie in den Medien Gehör fanden und dann doch nicht eintrafen. Ich rede von den Folgen, die wir bereits heute spüren können und die voraussichtlich weiter wachsen werden.

Von dem Anstieg des Meeresspiegels, der Länder wie die Niederlande oder Bangladesch (in absehbarer Zeit) bedrohen. Von Wetterextremen, die in den vergangenen Jahrzehnten mehr wurden. Und nicht zuletzt auch davon, dass man durch eine stärker werdende UV-Strahlung merkt, dass man immer stärkere Sonnencreme benötigt – Letzteres werden auch viele Personen, die Outdoor arbeiten, bestätigen können.

Doch wo anfangen zum Entgegenwirken? Da kommt wieder die „Überzeugungsfrage“ ins Spiel, wodurch es ausgelöst wurde, was man unter dem Stichwort „CO2 Lüge“ zusammenfassen könnte. Man könnte jedoch auch die Frage stellen, wie man die Erde vor der Ausbeutung von Ressourcen schützt, was beiläufig zu einer verminderten Freisetzung von, in meinen Augen, klimawandelförderlichen Stoffen führen kann.

Beispiele gefällig? Muss man wirklich die eineinhalb Kilometer mit dem Auto fahren (und womöglich eine weitere Strecke mit dem Auto fahren, da der Fußgängerweg kürzer wäre) oder kann man doch mal laufen? Sollte man nicht Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, um weniger nuklearen Müll entstehen zu lassen, für den noch immer keine Endlagerlösung gefunden ist? Und muss es nach 24 Monaten immer das neue Smartphone sein, obwohl das Alte noch immer seinen Job erledigt und auch technisch nicht völlig überholt ist?

Auch wenn der Einzelne nur begrenzte Möglichkeiten hat, bin ich der Meinung, dass man diese so oft wie möglich wahrnehmen sollte.

Jetzt interessiert mich eure Meinung! Auf welcher Seite steht ihr und wie steht ihr zu diesem Gedanken, dass es im Grunde egal ist, von wem es verursacht wurde und stattdessen die Energien darauf zu legen, etwas zu tun, das die Ressourcen der Erde schützt und folglich weniger Stoffe freisetzt, die in das Erdreich gehören?

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2 Antworten
  1. Alexander says:

    So, dann will ich mal einen Anfang machen 😉
    Ich beschäftige mich gerade im Rahmen meiner Bachelorarbeit intensiv mit dem Thema Energieversorgung unter Einbeziehung regenerativer Energien. Daher habe ich hier bereits etwas Hintergrundwissen sammeln können. Wer sich auch für das Thema regenerative Energien interessiert, dem lege ich die verschiedenen Bücher von Volker Quaschning ans Herz.
    Nun zum Thema und der eigentlichen Frage: Nein, meiner Meinung nach ist es nicht egal von wem oder was der Klimawandel oder Treibhauseffekt verursacht wurde, denn nur, wenn man die Ursachen kennt, kann man in Zukunft einen übermäßigen Ausstoß an potenziellen Treibhausgasen eindämmen und somit die Klimaveränderung zumindest noch abbremsen. Bestes Beispiel ist hier FCKW. Daher ist es wichtig zu wissen, was den Treibhauseffekt oder den Klimawandel allgemeint beeinflusst und wie stark, damit man eben dem entgegenwirken kann.
    Trotzdem muss ich dir recht geben, die Erde vor Ressourcenausbeutung zu schützen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Der einzelne kann hier viel erreichen, die Macht des Verbrauchers ist oft größer, als man denkt. So fließen Gedanken zur Kaufentscheidung eines Gerätes über die Verkaufszahlen wieder in irgendeiner Weiße zum Hersteller zurück. Werden etwa Geräte mit fest verklebten Akku und somit „Einweggeräte“ weniger verkauft, dürfte der Hersteller seine Entscheidung wieder überdenken. Auch der gezielte Kauf von Geräten, die nachhaltiger produziert werden, kann die Hersteller zu einem Überdenken ihres bisherigen Handelns bewegen. Beispiel Fairphone. Alleine durch die Präsenz am Markt hat dieses Gerät Potential, dass Käufer ihre Kaufentscheidung überdenken und gezielt auch bei konventionellen Anbietern eine nachhaltige Produktion einfordern. Auch die längere Nutzungsdauer eines Geräts kann positiv für die Umwelt und den Geldbeutel sein. Aber ein iPhone 5 ist natürlich völlig uncool, wenn das 5s draußen ist 😉
    Die Ansätze mit der Verringerung der Umweltbelastung der Einzelnen kann ich gut nachvollziehen. Krasses (Negativ-) Beispiel in dieser Sache: Ich habe letztes Jahr in einer Gegend gewohnt, in der ein Nachbar jeden morgen die 200 Meter zum Bäcker mit seiner Luxus-Limousine zurückgelegt hat. Der Mann war etwas stärker beleibt wie man so schön sagt und alleine deswegen hätte ihm der Weg zu Fuß nicht geschadet. Die Frage ist natürlich, wie man solche Leute zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt bewegen kann. Das dürfte sehr schwer werden. Über Geld alleine (z.B. durch Erhöhung der Spritkosten oder KFZ-Steuer) ist dem alleine schon aus dem Grund nicht beizukommen, dass Leute, die einen 6-stelligen Betrag für ihr Vehikel ausgeben auf den Benzinpreis wohl kaum achten (müssen). In der Masse kann aber sogar über den Geldweg eine Besserung eintreten, betroffen davon wäre allerdings dann wieder primär der ärmere Teil der Gesellschaft, der sich kein eigenes Auto mehr leisten kann. Ich denke ist liegt hier sowohl in der eigenen Verantwortung, etwas an eigenen Gewohnheiten zu bessern, als auch an Politik und Gesellschaft Druck auf kategorische Umweltzerstörter auszuüben.
    Der Punkt mit dem Ökostrom ist auch richtig und wichtig. Oder besser noch: Ein dezentrales Energienetz errichten. Das dürften allerdings die Netzbetreiber und Anbieter von konventionellem Strom zu verhindern versuchen. Auch – ich nenne es jetzt mal extra so überspitzt – Propaganda der Atomlobby und Kohlelobby sollte öfter durch Medien und Gesellschaft als solche entlarvt werden. Man hört ja immer, dass Ökostrom teuer sei, weil die regenerativen Kraftwerke nicht ausreichend weit entwickelt sind und viel teurer seien. Auch gegen die Subventionen laufen viele (von den Energiekonzernen bezahlte) Parteien sturm. Dabei haben regenerative Energien weit weniger Förderung erhalten, als fossile Energien. Man denke nur mal an den Kohlepfennig, die Subventionen für die Atomindustrie und die möglichen Auswirkungen eines GAUs. Atomkraftwerke können nur bis max. 2,5 Mrd € versichert werden, der volkswirtschaftliche Schaden bei einem GAU dürfte in Europa aber bei 5000 Mrd € liegen. Würden also alleine versicherungstechnische Subventionen wegfallen, würde sich der Betrieb der Anlagen alleine deswegen schon nicht mehr lohnen, da die Versicherungskosten dann wohl die Gewinne der Kraftwerke übersteigen. Dieser Bereich könnte noch beliebig fortgeführt werden, aber da verweise ich jetzt einfach mal auf Volker Quaschning.
    Ein weiterer, wichtiger Aspekt, der noch erwähnt werden sollte ist die Endlichkeit fossiler Brennstoffe. Dem entgegen steht die (quasi) Unendlichkeit regenerativer Energien, die in weit größerem Ausmaß auf der Erde anzutreffen sind, als der momentane Primärenergiebedarf der gesamten Weltbevölkerung ist.
    Nun aber meine abschließenden Worte: JEDER kann etwas gegen die Umweltzerstörung tun (sei es der Klimawandel, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen oder der Treibhauseffekt), man sollte hier nicht auf politisches Eingreifen warten, das gerne durch die Industrie abgebremst wird, die gut daran verdient, die Umwelt zu zerstören. Macht was, alleine schon, wenn man sich Gedanken über dieses wichtige Thema macht, kann das helfen. Das Handeln des Einzelnen wird alleine schon durch bewusste Entscheidungen positiv (für einen selbst und für die Umwelt) beeinflusst werden.

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    • Jan Karres says:

      Sehr schöner Kommentar, Alex. Und schön zu wissen mit was du (Stammleser) dich beschäftigt 🙂

      In größten Teilen spiegelt dein Kommentar auch mein Standpunkt zu diesem Thema wieder. Und natürlich ist es nicht unwichtig welche Ursache dieses Problem hat, da man Probleme ja bekanntlicherweise am besten an der Wurzel packt. Jedoch denke ich ist ein anderer Grund/Ansatzpunkt für jemanden der meint, dass der Klimawandel nicht vom Menschen verursacht wird, besser als Keiner.

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