Windows 10: Die Revolution wurde mit Tiefstapelei angekündigt

02 Okt
2. Oktober 2014

Am gestrigen 01. Oktober wurde von dem in Redmond ansässigen Unternehmen Microsoft dessen neues Betriebssystem Version Windows 10 angekündigt. Dabei fährt der Konzern eine Strategie zwischen Offenbarung ihres revolutionären Produktes und Tiefstapelung, was in den Medien auf ein gespaltenes Echo stieß. Dies wird an Videotiteln wie Introducing Windows 10 – the best Windows yet und der gleichzeitigen Verwendung der tiefstapelnden Versionsnummer deutlich.

Warum Windows 10 und nicht Windows 9 oder Windows 11?
Microsoft wählt als Nachfolger Version von Windows 8 entgegen aller Hoffnungen nicht den Namen Windows 9, sondern überspringt diese Versionsnummer wohl bewusst um die Kunden bereits vorzuwarnen. Blickt man zurück in die Geschichte von Microsoft, so war jede zweite neue Betriebssystem Version ein Hit. Windows 98 stellte das bessere Windows 95 dar, Windows XP bügelte Fehler von Windows 2000 aus und Windows 7 war die Vollendung von Windows Vista. Mit Windows 8 wurde gemäß der Tradition eine negativ behaftete Version veröffentlicht.

Anscheinend ist der Hersteller aus Redmond auch bei der kommenden Windows Version der Meinung, dass die Erwartungen für den Kunden nicht zu hoch gesteckt werden sollten, weshalb man sich vermutlich für das Überspringen der Benennung Windows 9 entschied. Auch Windows 11 kam aufgrund dessen hohen Erwartungen nicht in Frage, trotzdem das neue Betriebssystem revolutionäre Funktionen beherbergt. Dies könnte auch dazu beitragen, dass die Erwartungen an das Betriebssystem übertroffen werden und damit eine deutliche Aufwertung der inspirierenden Marke Microsoft stattfindet.

Revolutionäre Funktion: Das Startmenü
Eine der für Endverbraucher weitreichendsten und revolutionärsten neuen Funktionen in Windows 10 ist wohl das sogenannte Startmenü. Über dieses wird es möglich, mit nur zwei Klicks häufig verwendete Programme zu öffnen. Außerdem wird es dadurch erstmals seit Windows 8 möglich, den Computer ebenso einfach herunterzufahren. Darüber hinaus bietet das Startmenü, wie im offiziellen Screenshot von Microsoft zu sehen weitere Fläche für die beliebte Metro UI (Kacheloberfläche) und dessen Möglichkeiten Werbung zu platzieren, was dazu beitragen sollte, dass die kommende Version von Windows günstiger wird und damit preislich mit der bereits veralteten Version Mac OS X 10.7 gleichziehen könnte.

Microsoft erhöht die Spannung durch Zugangsbeschränkungen
Der Hersteller erlaubt, wie üblich, über das Windows Insider Programm vorab den Download der Entwicklerversion. Dabei dachte man sich dieses Jahr eine besondere Marketingstrategie aus, die auch schon bei der Konkurrenz Apple Früchte trug. So war es in der ersten Nacht nach der Ankündigung des Downloads über das Windows Insider Programm kaum möglich, dieses herunterzuladen. Durch diese künstliche Verknappung soll wahrscheinlich der ohnehin schon ausartender Hype um das Betriebssystem weiter erhöht werden und die Preview Version zu einer exklusiven Rarität werden.

Quellen: Ironie, Satire und frei erfundene Vermutungen
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10 Antworten
  1. Thomas says:

    Hi Jan, aus meiner Sicht war Windows Vista der Nachfolger von Windows 98.
    Gruß
    Thomas

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    • florian says:

      Nein. 95, 98, ME, XP, Vista, 7, 8.
      So klappt auch die Regel, dass nur jede 2. Version gut war.
      2000 war Nachfolger von NT, beide nicht für den Consumermarkt gedacht.

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      • Izi says:

        Florian: Bringst du da nicht was durcheinander?
        95/98/98SE/ME sind eine Windowsfamilie. Sozusagen die 9x Reihe.

        Die NT Reihe ist Windows NT/2000/XP/Vista/7/8.
        NT/2000 waren ursprünglich für den prof. Bereich gedacht, wurden aber mit XP dem Homeuser eröffnet und basieren auch einer ganz anderen Technologie als die 9x Reihe. Der Kernel der NT Reihe unterscheidet sich grafierend von denen der 9x Reihe.

        Im Prinzip sind die Windows 9x Familie ein eigenes OS und deren Weiterentwicklung bis ME & die NT Reihe ebefalls ein eigenes OS bis zur heutigen Entwicklung.

        Generell finde ich, dass man schlecht sagen kann dass man an einer Versionsnummer die Qualität ablesen kann. IMHO sind alle Windows(e) ziemlich bescheidene Betriebssysteme/Versionen. Nur, die Anwender kennen es, sind es gewohnt und kennen nichts anderes. Und eine mögliche Funktion, die man aber halt nicht kennt kann einem auch nicht abgehen. Ich könnte zB ohne virtuelle Desktops nicht mehr arbeiten (hat Windows 10 ja nun auch (endlich)).

        Es wird wieder ein ungemeiner Hype und entweder ein Erfolg (was kacke für MS ist wie man an XP gesehen hat, weil die User zu lange dran fest halten, oder es wird wieder ein Flopp, was gut für MS ist, denn dann kaufen die User die nächste Version in der Hoffnung das es besser wird. Und hin und wieder wird halt mal auch eine „bessere“ Version rausgehauen, damit die Leute nicht ganz abspringen.

        Eine besch… Philospohie wenn es um etwas so essentielles wie ein OS geht.

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      • Jan Karres says:

        Man lese den Wikipedia Artikel zu Microsoft Windows XP und sehe dort: „Es [Microsoft Windows XP] basiert auf dem Windows-NT-Kernel und ist der technische Nachfolger von Windows 2000 und der Vorgänger von Windows Vista.“

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  2. Günter Born says:

    Zitat: „So war es in der ersten Nacht nach der Ankündigung des Downloads über das Windows Insider Programm kaum möglich, dieses herunterzuladen. Durch diese künstliche Verknappung soll wahrscheinlich der ohnehin schon ausartender Hype um das Betriebssystem weiter erhöht werden und die Preview Version zu einer exklusiven Rarität werden.“

    Sind (in meinen Augen) aber schon wilde Theorien, oder?

    Die Windows 10 Technical Preview ließ sich nach der Freigabe hier problemlos von den Microsoft-Servern laden – und wenn ich die Berichtslage im Web richtig deute, wurde MS sogar dafür gelobt, dass die Server mit anständigen Download-Raten liefern konnten.

    Zum Thema „künstliche Verknappung“ und „Windows Insider Program“: Die Technical Preview richtet sich definitiv an Tester im Firmenumfeld und ist nix für Otto-Normalverbraucher, der sein Windows 8/8.1 verschlimmbessern will. Wie die Anfang 2015 geplante öffentliche Preview aussehen wird, kann heute niemand sagen.

    Die Einzigen, die da einen Hype oder Tiefstapelei sehen, sind Blogs und Websites, die ne Nachricht brauchen. Wie Windows 10 in der RTM wird, sieht man frühestens Mitte 2015.

    Just my 2 cents

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  3. schmidtflor says:

    Hey Jan. Du hast leider die größte Innovation in deinem Beitrag vergessen. Das wird den Umgang mit Computern in der Zukunft total verändern, damit hat absolut niemand gerechnet:

    Die Kommandozeile kann nun Copy&Paste!

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