Raspberry Pi: UPiS Advanced Modul ausprobiert

10 Jun
10. Juni 2014

Vergangenen Dezember stellte mir Danny von Rasppishop.de eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) für den Raspberry Pi (Amazon) zur Verfügung, welche ich euch am Ende des Artikels Stabiler 24/7 Dauerbetrieb vorstellte. Damals äußerte ich in der Kürze ein paar Kritikpunkte. Nun bekam ich von Danny das UPiS Advanced Modul zum Testen zur Verfügung gestellt, welches ich nach dem Testen bereits verlost habe, und mehr als die USV kann – wie auch besser funktionieren soll. Im Folgenden stelle ich euch dieses Produkt kurz vor, ihr erfahrt, was man damit alles machen kann und welche Meinung ich dazu habe.

Die UPiS gibt es in der Ausgabe Advanced Modul und Basic Modul. Das Advanced Modul hat im Vergleich zum Basic Modul für die USV einen 1450 mAh größeren Akku (Basic Modul 1150 mAh; Advanced Modul 2600 mAh) und kann mit einem breiten Spannungsbereich von 7-18 Volt umgehen (z.B. wenn Strom von einer Autobatterie kommt). Beide Ausführungen können ihren Akku automatisch laden, wenn sie am Strom hängen, und im Bedarfsfall bei einem Stromausfall wird die Energiezufuhr des Raspberry Pis umgehend von dem Akku gespeist. Zusätzlich bietet das Modul einen Ein- und Ausschalter für den Raspberry Pi, der es ermöglichen soll den Raspberry Pi über einen Tastendruck ordentlich herunterzufahren, ohne dass die Gefahr von Datenverlust besteht, wie bei dem einfachen Entfernen der Netzquelle. Des Weiteren sind auf der Platine Sensoren verbaut, die kontinuierlich Spannung (U), Stromstärke (I) und Temperatur (t) Werte messen, welche per Software abgegriffen werden können. Preislich liegt man beim Advanced Modul bei satten 54,99€. Hingegen hält sich das Basic Modul mit 39,99€ noch im Rahmen.

Die Platine des UPiS wird einfach auf den P1-Anschluss gesteckt und bietet die übliche Weiterreichung des Anschlusses, sodass im Bedarfsfall an diesem weitere Platinen angesteckt werden können. Geliefert werden die Platine und der Akku je separat verpackt. Letzterer ist mit einem doppelseitigen Klebeband versehen, sodass man den Akku auf der Platine befestigen kann. Dazu gibt es noch zwei Stecker, deren Sinn sich mir leider nicht erschloss. Auch eine Betriebsanleitung oder ein Hinweis zu dieser ist nicht beiliegend. Auf der Webseite des Herstellers wird man jedoch fündig. In der dort auffindbaren Anleitung wird die Platine auf 86 Seiten in aller Ausführlichkeit beschrieben. Ebenfalls gibt es dort eine Firmware zum Download und einen Bootloader für die Platine.

Die Platine lässt sich einfach aufstecken, ist passgenau und auch die Verarbeitung wirkt solide. Durch den On/Off Schalter lässt sich der Raspberry Pi erwartungsgemäß ein- und ausschalten. Jedoch fällt auf, dass beim Ausschalten direkt der Stromfluss unterbrochen wird und der Raspberry Pi nicht erst per Software heruntergefahren wird – zumindest wenn man dies nicht explizit per Script definiert, was in der Anleitung beschrieben ist. Fällt die Stromversorgung aus, geht es ohne Unterbrechung mit dem Akku weiter und nach einer gewissen Ausfallzeit wird man neben den ausgefallenen Lichtern auch durch ein blinkendes und klickendes Licht auf den Ausfall aufmerksam gemacht. Sensorwerte ausgelesen und Einstellungen gesetzt werden kann über den Serial Port.

Da der Raspberry Pi mit der aufgesteckten Platine und dem darauf liegenden Akku deutlich höher ist als normal, passen die normalen Gehäuse natürlich nicht. Vom Hersteller der UPiS gibt es daher noch ein passendes Gehäuse, das zwar optisch wie von der Verarbeitung her nicht jedermanns Sache ist, aber seinen Zweck erfüllt.

In der Summe bin ich beim Ausprobieren des Produktes trotz der angesprochenen, zunächst zu suchenden Anleitung zufrieden gewesen. Es hält was es verspricht, eine saubere unterbrechungsfreie Stromversorgung für den Raspberry Pi zu bieten, wirkt hochwertig und bietet einige nette Extras. Die Frage ob man so etwas für den Raspberry Pi wirklich benötigt denke ich, hängt vom Einsatzzweck ab. Ich habe mein Exemplar zumindest schon verlost, da ich persönlich keinen Bedarf dafür habe 😉

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  1. […] Wer etwas übr die UPiS Module nachlesen möchte, dem sei dies hier ans Herz gelegt. Die beiden angebotenen Module unterscheiden sich im Übrigen nicht nur durch […]

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