Der Weg unglücklich zu werden

24 Okt
24. Oktober 2015

Hast du dich schon einmal gefragt wie du glücklich wirst? Ich glaube es steht außer Frage, dass diese Frage eine rhetorische Frage ist, denn letztlich strebt jeder in irgendeiner Weise danach glücklich zu werden. Dem einen gibt die Familie Erfüllung, für den anderen sind Freunde – die von ihm gewählte soziale Umgebung – viel wichtiger und für den dritten steht der berufliche Erfolg an oberster Stelle.

Aber hast du dich auch schon einmal gefragt wie man unglücklich wird? Wie man das anstellt? Ich glaube an dieser Stelle würden die meisten verneinen. Ich habe mich diese Frage in den letzten Wochen das eine oder andere Mal gestellt, da ich ein wenig antriebslos war – und in diesem Zustand trotzdem all das durchgezogen habe, was so anstand. Es gab Tage wie das Wochenende in Griechenland an dem ich wieder aufblühte, und danach um so mehr wieder in ein Tief des Alltags rein fiel.

Warum aber war ich schon diverse Tage der letzten Wochen beim Aufstehen müde, hätte am liebsten im Bett liegen bleiben wollen und schleppte mich irgendwie durch den Tag? Ich glaube, wenn man sich so fühlt sind die genauen Gründe unterschiedlich. Dennoch habe ich ein paar Faktoren für mich ausgemacht, die eigentlich klar auf der Hand liegen und doch so leicht zu übersehen sind, da sie alltäglich sind. Diese negativen Aussagen lassen sich natürlich auch ins Positive verkehren und damit zum Wohlbefinden beitragen. Das war zumindest meine Idee, mir diese Frage zu stellen.

  1. Schlaf: Als einen der relevanten Faktoren sehe ich den Schlaf. Wenn du zu wenig Schlaf hattest, wirst du zwar wacher als am Abend zuvor aufwachen, aber nicht wirklich wach sein. Das bewirkt, dass man leichter reizbar ist, ungewollt dies seiner Umgebung mitteilt, diese es zurück gibt und sich so eine Spirale nach unten aufmacht. Eine super Möglichkeit das Glücksgefühl nicht nur sich, sondern auch gleich seiner Umgebung mit zu entziehen.
  2. Ernährung: Falsch oder wenig zu essen war ein weiterer Garant dafür, dass ich mich im wahrsten Sinne des Wortes energielos fühlte. Ich habe beispielsweise immer wieder nur in der Früh eine Kleinigkeit gegessen und dann erst Abends eine wirkliche Mahlzeit zu mir genommen. Einige Leute in meinem Umfeld sagen, dass sie das nicht könnten, doch für mich ist nichts zu essen kein Problem. Aber irgendwann schlägt sich das extrem negativ auf die Konzentration nieder und man fühlt sich schlapp. Und etwas Süßes zwischen drinnen zu essen ist vielleicht eine kurzfristige Lösung, doch auf Dauer braucht der Körper mehr und mehr davon um wieder Energie zu gewinnen, da der gewünschte Blutzuckerspiegel steigt. Absolut empfehlenswert um die Welt farbloser zu sehen als sie ist.
  3. Bewegung: Eine körperliche Betätigung ist definitiv der falsche Weg. Wenn man beruflich an den Bürostuhl gebunden ist, laugt man im Laufe des Tages den Kopf aus, wobei der Körper frisch und energievoll bleibt. Das hat zur Folge, dass man Abends im Bett liegt, schlafen möchte und doch nicht schlafen kann. Der Geist sagt man sei erschöpft, doch der Körper ist für das nächste Abenteuer bereit. Ein unglaublich effizienter Weg über den Umweg der Schlaflosigkeit auf Dauer fertig zu werden.
  4. Ohne Limits: Zeit spielt keine Rolle, wenn man unglücklich werden möchte. Montag bis Sonntag 07 bis 23 Uhr schaffen. Dadurch erreicht man vielleicht so einiges, und dieser Punkt ist in meinem Fall auch noch nicht gelöst, doch fördert das deutlich das Unwohlsein. Gibt dir keine Pausen!
  5. Soziale Kontakte: Mitmenschen kann man während der Arbeit viele um sich haben und ohne Limit schaffen bedeutet keine Zeit für soziale Kontakte ohne Verpflichtungen zu haben. Eine weitere Möglichkeit unglücklich zu werden, garantiere ich euch.
  6. Ziel vor Augen: Für mich persönlich aber der wichtigste Punkt ist kein Ziel vor Augen zu haben. Du läufst in deinem Hamsterrad des Alltags, bist in deiner Arbeit, Hochschule oder Schule, hast in der wenigen freien Zeit Verpflichtungen und Dinge des täglichen Lebens zu erledigen. Alles gut, aber etwas vor Augen zu haben was man persönlich aus seinem eigenen Antrieb heraus und für sich erreichen möchte ist ein Killer für Unglück. Du würdest sozusagen aus dem Hamsterrad ausbrechen und deinen eigenen Weg wählen. Eine ganz schlechte Idee, wenn es darum geht unglücklich werden zu wollen.

Dieser Artikel mag negativ geschrieben sein, ist jedoch dafür gedacht alltägliches zu zeigen, das man mit dem nötigen Willen wirklich verbessern kann.

Quellequelle: geralt auf Pixabay
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4 Antworten
  1. Thomas says:

    Hallo Jan,

    ich musste schon etwas schmunzeln als ich den Titel und die ersten Zeilen von diesem Artikel gelesen habe. Denn dieses Thema hat mich in den letzten Tage auch beschäftigt.
    Morgens sehr platt, dann erst man bis zum Mittag 2 Energydrinks rein, damit überhaupt etwas geht. Der Kopf war dick, die Leistung trotzdem nicht da. Am Abend liegt man dann unruhig im Bett und schäft schlecht. Und täglich grüßt dann das Murmeltier….

    Mein Ergebnis, daraus zu kommen ist ähnlich wie dein.
    ausreichend Schlaf, eine gesunde und leichte Ernährung und gemäßigte körperliche Belastung (zu intensiv ist auch nicht gut) ist der Schlüssel für die Leistungsfähigkeit. Soziale Kontakte sind aber auch nicht zu vernachlässigen, da sie den Alltag etwas auflockern und die Gedanken in andere Richtungen bringen. Dies macht frei und schafft Raum für Kreativität. Aber, ohne die ersten drei Punkte machen auch die sozialen Kontakte keinen Spaß.

    Weiter so!

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  2. Ahm says:

    Stimme dem 100% zu. Gut erkannt

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  3. Tim says:

    Wie wahr, wie wahr! Stimme deinem Artikel absolut zu. Für Alles was du schreibst, gibt es m.E. aber noch eine Grundvoraussetzung. Wenn man nicht genau in sich selbst rein hören kann und keine kritische Selbstreflexion stattfinden kann, wird man die angeführten Punkte nicht ändern können. Dagegen steht, wer den Artikel liest, ist schon bei dem Punkt sich Gedanken über sich selbst zu machen. Wichtig ist ferne, die Punkte bewusst zu machen, darüber zu reden oder zu schreiben. Danke also für die klare Struktur im Artikel!

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