Herzlich Willkommen, Raspberry Pi!

02 Aug
2. August 2012

Wie man an der Überschrift unschwer erkennen kann, bin ich stolzer Besitzer eines Raspberry Pis. Anfang letzter Woche kam ich von der Schule nach Hause und es war ein Luftpolsterpäckchen aus Großbritanien angekommen. Erstmal wusste ich nicht, was darin sein sollte, denn ich bestellte meinen Raspberry Pi Version B bereits vor ein paar Monaten vor und er geriert in Vergessenheit. Für alle die diejenigen, die noch nicht wissen, was der Raspberry Pi ist: Es handelt sich hierbei um einen Mini-Computer auf einer Platine, welche etwa so groß wie eine übliche Kreditkarte ist. Dazu kommen dann noch ein paar aufgelötete Anschlüsse, die natürlich höher sind.

Ursprüngliches Ziel des Raspberry Pis war es, Schülern das Phänomen Computer näher zu bringen und – wenn ich mich richtig erinnere – eine kostengünstigen Computer für die Dritte Welt zu schaffen. Kostengünstig deshalb, da die Version A nur 25 US-Dollar und die Version B 35 US-Dollar kostet. Jedoch benötigt man zu dem eigentlichen Gerät noch eine SD-Karte, welche eine fehlende Festplatte ersetzt und ein Netzteil. Gesamt kommt man dann auf rund 55 US-Dollar oder 45 Euro zzgl. Versand. Doch was ist in dem Raspberry Pi verbaut? Es gibt bislang zwei Versionen. Im Folgenden die Spezifikationen beider Geräte:

In der Zwischenzeit gibt es den Raspberry Pi B+, Raspberry Pi A+ und Raspberry Pi 2 Model B, welche neuere Modelle darstellen.

Model AModel B
Größe85,60 mm × 53,98 mm × 17 mm
System-on-a-Chip (SoC)Broadcom BCM2835
CPUARM1176JZF-S (700 MHz)
GPUBroadcom VideoCore IV (shared VRAM)
Arbeitsspeicher (SDRAM)256 MB (Vormodell von Model A hatte 128 MB)256 MB (Neuestes Model B Rev 2.0 hat 512 MB)
USB 2.0 Anschlüsse12
Speicherkartenslot für BetriebssystmSD/MMC/SDIO
Netzwerk10/100 MBit Ethernet-Controller
BussystemeBis zu 16 GPIO Pins, SPI, I²C, UART
Energieverbrauch5V 500 mA, (2,5 Watt)5V 700 mA, (3,5 Watt)
Stromquelle5V Micro USB Anschluss
Betriebssystem (vorinstalliert)
Preis25 US-Dollar35 US-Dollar

Wie in der Tabelle erkenntlich, ist kein Betriebssystem vorinstalliert, bzw. kann nicht vorinstalliert sein, da keine Speicherkarte mitgeliefert wird. Für gewöhnlich setzt man in den Raspberry Pi eine SD-Karte ein, jedoch muss man aufpassen, denn es gibt ab Class 6 (in dieser Klasse noch äußerst selten) einen Fertigungsprozess, mit dem der Raspberry Pi nicht klar kommt. Des Weiteren muss man bei den USB-Ports darauf achten, dass das Gerät nicht besonders viel Strom braucht. Beispielsweise ist es nicht möglich jede beliebige externe Festplatte ohne externe Stromversorgung per USB anzuschließen. Eine ausführliche Liste über kompatible Hardware fand ich unter http://elinux.org/RPi_VerifiedPeripherals.

Die Frage ist nun, was man mit einem solchen Mini-Computer anfangen kann. Ganz klar ist, dass er 24/7 laufen kann, auf Grund seines geringen Stromverbrauches. Ich probierte in den letzten Tagen bereits das ein oder andere mit dem Gerät aus, welches ich in den nächsten Tagen im Blog samt Step-to-Step Anleitungen festhalten werde. Ich persönlich werde den Raspberry Pi als Downloadserver nutzen, denn wenn man mal größere Dateien hoch-/runterladen möchte ist DSL 6.000 eben kein Ferrari 😉

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6 Antworten
  1. Adi says:

    HI,

    hab dein Blog durch wildes rumgoogeln gefunden ;).
    Hab auch seit ner weile n Pi und warte nun auf meine Schrittmotoren das Breadboard und vieles anderes. Hab dann vor mir was zu basteln.
    Wie siehts bei dir aus ? Schon was spezielles vor ?

    Gruss
    Adi

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  2. Maik says:

    Nur ne kleine Anmerkung, ich glaub die Währung heißt Dollar, nicht Doller 😀

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  3. Thorsten Haug says:

    Hallo Jan!

    erst einmal ein dickes Lob! Klasse Blog – wirklich schön gestaltet und sehr viele interessante und nützliche Beiträge.

    Kleine Anmerkung hier bei dem Post, da du ja diesen Beitrag über das Menü als Einstiegspunkt nutzt: Erweitere diesen doch bitte um die aktuellen Modelle (A+ und B+) , welche in der Zwischenzeit hinzu gekommen sind!

    Viele Grüße

    Thorsten

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