Raspberry Pi: Raspbmc XBMC Media Center installieren

17 Jun
17. Juni 2014

Der Raspberry Pi lässt sich prima als Media Center nutzen und stellt eine kostengünstige Alternative zu den recht teuren Apple TV, WD TV Live und dergleichen dar. Am besten eignet sich als Software Kodi (ehemals Xbox Media Center; kurz XBMC). Dieses Media Center gibt es in verschiedenen, für den Raspberry Pi optimierten Fassungen. Eine der Kodi/XBMC Distributionen für den Raspberry Pi ist OSMC (ehemals Raspbmc), welches selbst auf dem, in der Leistung beschränkten, Raspberry Pi auch Full-HD Videos (1080p) via Netzwerk abspielen kann. Wie man den Kodi/XBMC Mediaplayer Raspbmc auf dem Raspberry Pi installiert, erkläre ich in dem folgenden Artikel.

Update: Raspbmc wurde umbenannt und wird unter OSMC weitergeführt. Eine neue Anleitung zur Installation dieses Betriebssystems findet ihr in dem Artikel OSMC Kodi Media Center installieren

Step 1

Zunächst müssen wir den Raspbmc Installer auf die SD-Karte für unseren Raspberry Pi bringen. Dazu laden wir, je nach Betriebssystem, den Installer von der OSMC Webseite (ehemals Raspbmc genannt) herunter. Im Falle von Linux oder Mac OS X müssen wir dies über die Konsole durchführen und unter Windows muss das heruntergeladene ZIP-Archiv entpackt werden.

Step 2

Windows

Wir starten als erstes die installer.exe, in der wir den Lizenzvereinbarungen zustimmen und den Warnhinweis bestätigen müssen. Zu diesem Zeitpunkt sollte die SD-Karte bereits in dem Lesegerät unseres Computers eingelegt sein. In der sich öffnenden Oberfläche werden nun alle Datenträger, die für Raspbmc genutzt werden können, in einer Liste angezeigt. Hierbei muss man die zu bespielende SD-Karte auswählen und sollte sich sicher sein, dass es diese wirklich ist, da sie später formatiert wird. Anschließend müssen wir bei „I accept the license agreement“ der Lizenzvereinbarung zustimmen und können über einen Klick auf „Install“ die SD-Karte bespielen. Der Installer lädt nun die benötigten Daten herunter, was ein paar Minuten in Anspruch nehmen kann.

Linux / Mac OS X

Das heruntergeladene Script muss im Terminal über folgenden Befehl ausgeführt werden. Nun muss die SD-Karte eingelegt und dies mit einem Enter in der Konsole bestätigt werden. Anschließen werden alle Datenträger aufgelistet und man muss den Identifier der SD-Karte angeben. Dabei sollte man sicher sein, dass diese Auswahl richtig ist, da das Speichermedium anschließend formatiert wird. Nun muss man mit einem „y“ der Raspbmc Lizenzvereinbarung zustimmen. Anschließend werden alle benötigen Daten heruntergeladen und die SD-Karte bespielt. Abschließend wir gefragt, ob wir weitere Einstellungen setzen möchten, was mir mit „n“ verneinen.

sudo python install.py

Step 3

Die SD-Karte ist soweit präpariert, dass wir sie in den Raspberry Pi einlegen können. Zusätzlich sollten wir einen Monitor anschließen, den Raspberry Pi per Ethernet Kabel mit dem Router verbinden und eine Tastatur anstecken. Daraufhin kann der Raspberry Pi mit dem Strom verbunden und folglich gestartet werden.

Step 4

Der Raspberry Pi wird nun selbständig Raspbmc herunterladen und installieren. Dies kann je nach Internetleitung 15-25 Minuten in Anspruch nehmen. Wenn die Installation endgültig abgeschlossen ist, wird man von einem Sprachwahlfenster in die XBMC Oberfläche begrüßt.

Step 5

Im der Sprachwahl können wir nun Deutsch auswählen, wobei dies bei mir keine Wirkung zeigte.

Step 6

Wir befinden uns nun in der Hauptoberfläche von Raspbmc. Dort können wir mittels der Tastatur nach rechts zu System und Settings navigieren. Unter Appearance > International > Language kann man German wählen und die Oberfläche wird wirklich umgestellt. Es ist ratsam, sich hier ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um sich die zahlreichen weiteren Einstellungsmöglichkeiten anzusehen und diese den eigenen Wünschen anzupassen.

Damit ist Raspbmc fertig installiert und einsatzbereit. Die Oberfläche birgt noch einige Hinweise für erste Schritte in dem System, sollte aber weitestgehend selbsterklärend sein.

Falls die Steuerung über eine Tastatur zu umständlich sein sollte, ist es über Yatse für Android und Official XBMC Remote für iOS möglich, den Raspberry Pi als Mediencenter über das Smartphone zu steuern. Wie man dies einrichtet und erste Schritte mit dem Remote Controller beschreitet, erkläre ich in dem Artikel Smartphone als XBMC Remote Controller.

Dieses Tutorial wurde am 01. März 2015 überarbeitet.

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12 Antworten
  1. cmd5F says:

    Hey Jan, ich habe beide Varianten von XBMC, raspbmc und openelec, auf meinem Pi getestet und habe festegestellt, dass openellec um einiges besser und flüssiger lief aus raspbmc. Bei manchen Freunden war dies jedoch nicht der fall.
    Weißt du wo da Unterschiede sind, weil der Pi ansich müsste ja immer der selbe sein und die Openelec images variiren ja auch nicht immer (außer bei verschiedenen versionen).

    Schöne Grüße
    cmd5F

    Antworten
  2. Stefan says:

    hi kannst du mir vielleicht sagen wie ich auf dem pi das neue raspbmc kodi installieren kann? ich habe keinen plan von linux aber ich habe kodi auf meinem rechner installiert und finde es super nun wollte ich es auch auf meinem pi haben aber ich bekomm es nicht drauf weil ich keinen insteller finde wie es ihn für raspbmc gibt, nun muss man es wohl mit ssh installieren aber da kmm ich nicht mehr mit dafür schein ich zu alt zu sein^^

    Antworten
    • Jan Karres says:

      Kodi 14.0 (die erste Version) ist noch nicht final, weshalb es meines Wissens nach auch noch keine Distribution für den Raspberry Pi gibt. Zu Beta Software, die in Kürze stabil wird, schreibe ich jedoch keine zeitweiligen Artikel, weshalb du dich bis zum finalen Release noch etwas gedulden musst.

      Antworten
  3. Levin says:

    Hallo,
    ich finde deine Beitrage echt super und hilfreich. Aber ist das gewollt, dass wenn ich oben auf den link klicke, dass ich dann auf die „OSMC“ Homepage komme?

    Aber trotzdem Danke…

    Antworten
  4. Thomas says:

    Hi,

    vielen Dank für deine Arbeit. Hat mir sehr geholfen.
    Ich habe eine Frage: Gibts für OSMC einen Browser?

    Vielen Dank
    Thomas

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