7 Gründe, warum du dir einen Raspberry Pi kaufen solltest!

14 Mrz
14. März 2015

Wer sich einmal mit dem Raspberry Pi beschäftigt und dessen Faszination begriffen hat, kommt so schnell nicht mehr von ihm weg. Jedoch stellt sich die Frage wie man Familie, Freunde und Co. davon überzeugt sich auf das Experiment des Einplatinencomputers einzulassen. Gründe gibt es viele, doch schnell wird es dann technisch abstrakt und wenig greifbar – da ist die Aufmerksamkeit vieler schon wieder weg. Im Folgenden habe ich 7 Gründe gesammelt warum du dir einen Raspberry Pi kaufen solltest oder was den Reiz ausmacht, mit dem du andere dazu überzeugen kannst sich mit dem Raspberry Pi zu beschäftigen.

Grund 1: Einstieg in die wunderbare Linux-Welt

Auf dem Raspberry Pi laufen in der Hauptsache Linux Distributionen (Betriebssysteme). Diese und viele der darauf laufenden Programme sind nicht nur in der Regel kostenlos, sondern auch extrem anpassbar. Dank des Open Source Gedankens vieler Entwickler im Linux-Umfeld kann alles erdenkliche nach den eigenen Wünschen verändert werden. Außerdem läuft das Betriebssystem nicht nur auf High-End Geräten, sondern auch auf einem solch in seiner Leistung begrenzten Rechner wie dem Raspberry Pi. Und wenn man mal nicht weiter kommt, gibt es inzwischen eine enorm große Community rund um den kleinen Rechner – neben den Communitys der Linux Distributionen – in der man schnell persönliche Hilfe findet.

Grund 2: Verstehen wie ein Computer grundlegend funktioniert

Wir alle nutzen heutzutage ständig Computer. Sei es am Rechner, aber auch als Tablet, Smartphone und selbst das Auto würde heute nicht mehr ohne dessen kleine Recheneinheiten funktionieren. Dabei wissen jedoch viele nicht wie ein Computer grundlegend funktioniert – weder aus Sicht der Software noch der Hardware. Der Raspberry Pi ist ein kleiner und zudem mit nur 35 USD sehr günstiger Rechner anhand dessen man gut verstehen kann wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen. Lass den Computer nicht mehr Herr über sich sein, sondern entgegne ihm mit Verständnis!

Grund 3: Lerne einfach und praktisch bezogen programmieren

Nicht nur für Spielereien, sondern auch im Büro lassen sich in unseren Zeiten viele Aufgaben wesentlich effizienter erledigen – könnte man nur programmieren. Aber um Programmieren zu lernen ist es zu spät oder ich habe kein Talent dazu – ohne es je probiert zu haben. Diese Sätze hört man immer wieder, doch man muss meist nicht der Pro sein um sich im Alltag bei vielen Aufgaben oder Problemen selbst helfen zu können – eine einfache Sprache zu verstehen ist meist völlig ausreichend. Der Raspberry Pi bietet dafür eine Plattform auf der sich anhand praktischer Ideen die Grundzüge der Programmierung schnell erlernen lassen. Und Spaß macht es auch noch, wenn man am Ende des Tages mit dem kleinen Wunderwerk den Alltag etwas vereinfacht hat – so wie man es sich die Jahre zuvor immer wieder gewünscht hat.

Grund 4: Einfachste Möglichkeit mit Elektronik Projekte zu realisieren

Eigene Geräte mit Sensoren, Stromzähler oder gar eine Hausautomatik zu bauen ist durchaus eine Herausforderung. Der Raspberry Pi verfügt über eine GPIO-Schnittstelle mit der wohl einfacher denn je Komponenten angeschlossen, angesprochen und verwendet werden können. Dazu gibt es für viele der Komponenten, die dabei zum Einsatz kommen, auch Bibliotheken für den kleinen Rechner, die es auch auf der Softwareseite zum Kinderspiel machen die verwendeten Teile nach den eigenen Wünschen zu verwenden.

Grund 5: Energiesparsamer und günstiger NAS, File Sync und Download-Server

Eine NAS, eine private Cloud bzw. File Sync Server oder ein Download-Server, der natürlich die Urlaubsbilder über Nacht herunterlädt, sind Dinge, die für einige Menschen einen echten Mehrwert bieten. Es gibt kommerzielle Lösungen, die teuer und häufig nicht gerade energieeffizient sind. Außerdem lassen sich diese Systeme meist nicht nach den eigenen Vorstellungen einrichten und verwenden. All das kann der 35 USD Computer Raspberry Pi mit Links!

Grund 6: Vollwertiges Media-Center für den schmalen Geldbeutel

Der Konsum von digitalen Medien ändert sich stetig und so ein Apple TV, eine Boxee Box oder eine Spielekonsole über die man Bilder, Videos und Filme ansehen kann ist schon etwas Feines. Jedoch sind diese teils nicht ganz billig, man bindet sich an ein System und vielleicht sind die Lieblingsquellen für entsprechende Inhalte nicht unterstützt. Mit Kodi/XBMC und Plex gibt es zwei exzellente Anwendungen, die den Raspberry Pi in ein Home-Entertainment Wunder verwandeln mit dem sich problemlos Filme, auch in Full-HD, ansehen lassen.

Grund 7: Kreative Projekte nach den eigenen Vorstellungen realisieren

Die ganz individuelle eigene Lösung, die so funktioniert wie man sich es vorstellt und die es nicht im Laden zu kaufen gibt. Eine verrückte Idee, die das Ding ist! Kreative Projekte sind mit dem Mini-Computer kein Problem – ganz im Gegenteil sind schon unglaubliche Lösungen auf den Raspberry Pis verschiedener Bastler entstanden. Ein Lego-Supercomputer, Lightpainting oder eine sprachgesteuerte Kaffeemaschine sind nur ein paar. 20 faszinierende Raspberry Pi Projekte, die Inspiration liefern könnten, findet ihr bei t3n vorgestellt.

Überzeugt? Was du für den Start in die Raspberry Pi Welt brauchst!

Du hast gesehen, dass es viele Gründe gibt sich einmal mit dem Raspberry Pi zu beschäftigen und dabei sogar noch etwas zu lernen und zugleich den Alltag individueller gestalten zu können. Wenn du jetzt Bock haben solltest zu starten, solltest du dir überlegen was du dafür wirklich brauchst. In meinem Blog findest du eine Raspberry Pi Starter-Kit Empfehlung in der ich dir zeige was du wirklich brauchst und was du zum Einstieg in die Welt des Raspberry Pi auch erstmal nicht kaufen brauchst. Ich wünsche viel Spaß bei kreativen Bastel-Projekten!

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10 Antworten
  1. Yzac says:

    „Grund 1: Einstieg in die wunderbare Linux-Welt“… Nicht nur Linux Bastler werden ihre Freude haben. Windows 10 wird vom Raspberry Pi 2 auch unterstützt. http://dev.windows.com/de-de/featured/raspberrypi2support

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    • Jan Karres says:

      Aktuell jedoch noch nicht verfügbar und außerdem ist dessen sinnvoller Nutzen, zumindest in meinen Augen, fraglich.

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  2. Equilibrum says:

    Da bin ich mal gespannt, wie performant das Windows 10 auf einem Rechner läuft, der die Leistungsfähigkeit eines üblichen PCs vor der Jahrtausendwende hat. Ich fürchte, man klickt mit der rechten Maustaste auf ein Symbol und bis dann das Kontextmenü runterklappt, kann man erst mal Kaffee trinken und eine Zigarette rauchen gehen. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

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    • Jan Karres says:

      Aktuell kann man davon Ausgehen, dass Windows 10 ohne grafische Oberfläche auf den Raspberry Pi kommen wird. Folglich kannst du Kaffee und Zigarette sein lassen 😛

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      • ChriZ says:

        Also quasi sowas wie Server core? Igitt…

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      • Jakob Licina says:

        Ich glaube – und hoffe – dass Windows 10 auf jeden Fall mit einer grafischen Oberfläche auf den Pi kommen wird…es gibt kaum noch Programme für Windows, die rein textbasiert sind und mit dem Windows Store wird sich das so schnell auch nicht ändern. Ich glaube auch, dass dein Kommentar, lieber Jan, in diesem Fall nur sarkastischer Herkunft ist und daher nicht ganz ernst zu nehmen ist?! Oder glaubst du wirklich, dass MS Windows 10 ohne UI auf den Pi bringt? 😀

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